Corona-Quarantäne kurz vor Saisonstart als herber Rückschlag für den OSC

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Die Vorbereitung bei den Handballern des OSC Dortmund war in vollem Gange, ehe ein Corona-Verdachtsfall für eine jähe Unterbrechung sorgte. Dabei war das Team bereits weiter als gedacht.

Dortmund

, 24.09.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es lief besser als geplant für die Handballer des OSC Dortmund. Die lange Zeit der Vorbereitung auf die neue Spielzeit trug bereits frühzeitig Früchte. „Wir waren schon zu Beginn weiter als ich mir hätte vorstellen können“, so Trainer Thorsten Stoschek.

Doch das Testspiel gegen den RSV Altenbögge Ende August (35:30) wurde zum Wendepunkt. Ein Corona-Verdachtsfall beim Gegner zwang die OSC-Handballer in eine zweiwöchige Quarantäne. Ein herber Rückschlag.

„Denkbar ungünstiger Zeitpunkt“

„Die Mannschaft war physisch in einer absoluten Top-Verfassung. Wir haben die lange Zeit der Pause gut genutzt und auch wirklich geknüppelt. Eigentlich sollte es dann Anfang September in die wirklich heiße Phase der Vorbereitung gehen“, so Stoschek. Doch die Pläne des Verbandsligisten wurden unfreiwillig über den Haufen geworfen.

Weil im Nachgang des Testspiels gegen Altenbögge ein Corona-Verdachtsfall beim Gegner gemeldet wurde, musste die Mannschaft von Thorsten Stoschek für zwei Wochen in Quarantäne. „Aus rein sportlicher Sicht war das einfach ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt“, betont der Trainer.

Besonders problematisch: Die Quarantäne hatte zur Folge, dass sowohl drei geplante Testspiele als auch ein anvisiertes Trainingslager kurzfristig abgesagt werden mussten. Erst in der vergangenen Woche habe sein Team wieder ins Training einsteigen können, so Stoschek.

Zum Abschluss der Woche stand dann das zweite Testspiel der Vorbereitung auf dem Programm. Gegen den SuS Oberaden setzte es eine 23:30 (9:14)-Niederlage. Für den Trainer keine große Überraschung: „Wir haben natürlich vor allem im physischen Bereich enorme Einbußen durch die Quarantäne. Da gilt es jetzt in den verbleibenden Einheiten dran zu arbeiten.“

Kaderplanungen sind abgeschlossen

Viel Zeit bleibt dafür aber nicht, denn bereits am 3. Oktober starten die OSC-Handballer mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger HVE Villigst-Ergste in die neue Saison. Eine Woche später geht es dann weiter gegen Siegen. „Es gilt, den Rückstand schnell aufzuholen. Für uns könnte es jetzt von Vorteil sein, dass nach diesen beiden Spielen erst wieder drei Wochen Pause ist“, unterstreicht Stoschek.

Ursprünglich habe der Plan ohnehin anders ausgesehen: „Wir haben gedacht, dass wir diese drei Wochen nutzen können, um an der Feinabstimmung und taktischen Dingen zu arbeiten“, so der OSC-Coach. „Das ist jetzt aber sicherlich nicht so ohne Weiteres möglich.“

Damit seine Mannschaft vor dem Ligaauftakt allerdings noch einmal Spielpraxis sammeln kann, steht am Freitag (25.9.) noch ein Test gegen den TuS Bommern auf dem Programm. Die dritte und letzte Partie vor dem heißen Start. Laut Stoschek fehle dem Team aufgrund der zweiwöchigen Pause die Hälfte der Testspiele. „Das ist absolut ärgerlich, aber wir müssen jetzt das beste daraus machen.“

Unterdessen sind die Kaderplanungen für die neue Saison beim OSC bereits abgeschlossen. Zwar dürfe im Hinblick auf mögliche Verletzungen aufgrund des „kleinen aber feinen“ Kaders nicht viel passieren, „mit der grundsätzlichen Qualität können wir aber sehr zufrieden sein“, so Stoschek.

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