Conor O’Reilly und der TuS Körne sammeln Bälle für den guten Zweck

Fußball

Um Menschen in Tansania zu helfen, sammeln der TuS Körne und sein Spieler Conor O’Reilly Bälle. Der Stürmer selbst war bereits ein halbes Jahr vor Ort und hat dort fleißig mit angepackt.

Dortmund

, 20.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
In Mwanza (Tansania) fehlt es neben Sportstätten auch an Bällen.

In Mwanza (Tansania) fehlt es neben Sportstätten auch an Bällen. Daher sammeln Conor O'Reilly und seine Freundin Paulin Ridder in Dortmund Bälle, um sie dann an die Sports Charity Mwanza weiterzugeben. © Privat

Ein halbes Jahr verbrachte Conor O’Reilly (25), Spieler des TuS Körne, in Tansania. Im Winter 2018 kam er dort an, sechs Monate später ging es wieder zurück nach Deutschland. In seiner Zeit dort hat der Körne-Spieler viel erlebt und dabei mitgeholfen, den Bewohnern der Stadt Mwanza die Möglichkeit zu geben, sich sportlich zu betätigen.

Dafür baute er mit anderen ehrenamtlichen Helfern der „Sports Charity Mwanza“ unter anderem Sportanlagen an Schulen. Somit konnten die Plätze sowohl die Schulen vormittags als auch die Schüler und andere Tansanier nachmittags nutzen. Der Fokus lag dabei auf vier Sportarten: Fußball, Basketball, Volleyball und Netball.

Conor O’Reilly: „Obwohl sie nicht viel haben, teilen sie alles“

„Ich hab auch geholfen, Vereinsstrukturen aufzubauen“, erzählt Conor O’Reilly. Auch ein paar Trainingseinheiten habe er zwischendurch geleitet. Es sei ein ständiger Austausch mit den Bewohnern vor Ort gewesen. „Man lernt auch viel von denen“, sagt der 25-Jährige. Ein Problem dort sind aber die fehlenden Bälle.

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„Mannschaften haben manchmal nur ein oder zwei Bälle“, erklärt O’Reilly. Manchmal sogar nur kaputte Bälle. Das lasse teilweise gar kein vernünftiges Training zu. Für die Menschen hier in Deutschland wären die Bälle dort sehr günstig, erzählt er. „Wir würden sagen, ‚Boah sind die billig‘, aber für die sind die teuer.“

Daher sammelt die Sports Charity Mwanza nun Bälle. Egal ob Fußball, Basketball oder Volleyball. Diese können sogar kaputt sein. „Die können die dann dort reparieren“, sagt der Stürmer. Jeder, der einen Ball hat, den er nicht mehr benötigt, wird gebeten, diesen zu spenden. Die Bälle können am Sonntag, 21. Juni, zwischen 12 und 13 Uhr im Vereinsheim des DJK TuS Körne, Am Zippen 15, abgegeben werden. Alternativ kann auch eine Mail an dortmundsammeltbaelle@gmx.de geschickt werden, um die Abholung der Bälle zu organisieren.

Conor O'Reilly spielt seit 2017 für den DJK TuS Körne.

Conor O'Reilly spielt seit 2017 für den DJK TuS Körne. © Dan Laryea

In seinem halben Jahr vor Ort hat Conor O’Reilly viele Erfahrungen gesammelt. Mwanza sei eine große Stadt. In der Region Mwanza leben rund drei Millionen Menschen, in der Stadt selbst etwa eine Million. Dennoch gebe es nur wenige Hochhäuser. Außerhalb der Innenstadt „wohnen die Menschen größtenteils in Hütten aus Holz“, erzählt er. „Die Menschen dort sind schon arm.“ Dennoch seien alle immer sehr gastfreundlich ihm und seiner Freundin Paulin Ridder gegenüber gewesen. „Obwohl sie nicht viel haben, teilen sie alles.“ Das gehöre einfach zu ihrer Kultur. „Die Zeit dort war richtig cool“, sagt er.

Irgendwann wolle er auch noch mal nach Mwanza zurückkehren. „Wir wissen nur noch nicht, wann.“ Alle fünf Jahre gibt es ein Treffen mit ehemaligen Helfern der Sports Charity Mwanza. Das musste in diesem Jahr allerdings ausfallen. Ob sie im kommenden Jahr dabei sein können, wenn es nachgeholt wird, wisse er noch nicht. Aber irgendwann werde er auf jeden Fall noch mal dorthin reisen. Bis dahin möchte er die Bewohner dort weiter von Deutschland aus unterstützen. Mit so vielen Bällen wie möglich.

Kindern und Jugendlichen Sport ermöglichen

  • In Tansania liegt das durchschnittliche Alter bei etwa 17,9 Jahren. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Kinder und Jugendliche
  • Es fehlt dort an Sportstätten und Trainingsmaterialien. Viele Kinder, vor allem Mädchen, haben gar keine Möglichkeit, Sport im Verein zu betreiben
  • Die „Sports Charity Mwanza“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit der lokalen Verwaltung Sportstätten zu bauen
  • Zudem helfen sie, Vereine aufzubauen
  • Um möglichst viele Menschen zu erreichen, konzentrieren sie sich auf die vier dort beliebtesten Sportarten: Fußball, Basketball, Volleyball und Netball
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