BVB-U23 holt nur einen Punkt bei Abstiegskandidat - auch zwei Profis können nicht helfen

dzFußball-Regionalliga

Die BVB-U23 bleibt auch im sechsten Spiel in Serie ungeschlagen - für Freude sorgt das 2:2 beim VfB Homberg aber nicht. Vor allem ein Dortmunder machte beim zweiten Gegentor keine gute Figur.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 22.02.2020, 16:18 Uhr / Lesedauer: 3 min

Fünf Spiele in Folge war der BVB ungeschlagen, als er die Dienstreise zum VfB Homberg, dem um den Klassenverbleib kämpfenden Aufsteiger antrat. Inzwischen sind es sechs Partien in Reihe. Wirklich darüber freuen konnte sich Dortmunds U23-Belegschaft allerdings nicht. Sie kassierte in der Endphase den Ausgeich, spielte deshalb nur 2:2 (0:1).

Das Personal:

Im Vergleich zum 3:3 bei Fortuna Düsseldorf II wechselte Trainer Mike Tullberg einmal. Statt Kolbeinn Finnsson, der da noch links hinten verteidigt hatte, begann Profi Mateu Morey. Der Spanier besetzte bei gegnerischem Ballbesitz die rechte Defensivseite, nach links rückte dafür Lars Bünning. Im zentralen Mittefeld stand ebenso wie in der Landeshauptstadt Tobias Raschl aus Dortmunds Elite-Belegschaft in der Startelf.

Die Tore:

1:0 Patrick Dertwinkel (19.): Per direktem Freistoß gelang Homberg der Führungstreffer. Von halblinks des Strafraums trat Kapitän Dertwinkel den Ball scharf und flach in Richtung Tor. Alle vors Gehäuse gestarteten Spieler verpassten die Kugel, sie schlug dann dennoch ein, unberührt ins rechte untere Eck.

1:1 Taylan Duman (63.): Chris Führich setzte sich mal auf der linken Seite durch, bewegte sich in Richtung der Grundlinie und gab den Ball dann nach innen. Er trudelte durch bis zu Duman, der flach vollendete.

1:2 Taylan Duman (68.): Wieder von links, wieder flach kam der Ball auf Torschütze Duman, der erneut flach vollendete. Vorlagengeber diesmal allerdings war der eingewechselte Wanner.

2:2 Cagatay Kader (80.): Dass ihn Mitschuld an diesem Tor traf, wusste Luca Unbehaun sofort. Einen Distanzschuss konnte Dortmunds 18-jähriger Schlussmann nicht festhalten, er rutschte ihm durch die Finger. Zwar konnte Unbehaun den Ball noch vor der eigenen Linie aufhalten, allerdings nicht festhalten. Kader staubte ab.

Die Analyse:

Der abstiegsbedrohte Aufsteiger übte sich von Beginn an in der Zermürbungstaktik. Mit Fünferkette vor dem eigenen Tor und häufig noch vier Akteuren davor bemühte sich der VfB, den für die Borussia zu bespielenden Platz so gering wie möglich zu halten. Der BVB hatte zwar mehr Ballbesitz, spielte allerdings häufig zu langsam oder auf dem ramponierten Rasen zu ungenau. Homberg hetzte spätestens im letzten Platzdrittel zwei, manchmal sogar drei Verteidiger auf Dortmunds Offensivkönner – und schien ihnen mit diesem aggressiven Stil den Spaß zu rauben.

Zumindest gab es zügig mannschaftsinternen Gesprächsbedarf auf dem Platz. Und Trainer Tullberg animierte die Seinen zum fixeren Offensivspiel. Diese energischen Aufforderungen indes zeigten in der ersten Halbzeit nur wenig Erfolg. Kurz vor der Pause setzte sich Kapitän Joseph Boyamba mal an der Strafraumkante ab und schoss gefährlich aufs Tor. Der Ball flog vorbei.

Darüber hinaus wurde der BVB zweifach nach Taylan Duman-Ecken gefährlich, Boyamba (32.) und Rente (36.) konnten kein Kapital daraus schlagen. Und Raschl schaffte es nicht, einen groben Fehler von Hombergs etwas zittrigem Torwart Robin Offhaus zu nutzen (11.). Der Gastgeber, der bei eigenem Ballbesitz auf schnelles Konterspiel setzte und einen Standard ausnutzen konnte, durfte die Pause deshalb in Führung begehen.

BVB-U23 Trainer Tullberg stellt nach der Pause um

Anfang der zweiten Halbzeit reagierte Tullberg dann, löste seine Fünferreihe auf. Lars Bünning ging raus, dafür kam Dominik Wanner, der fortan statt Duman die linke Offensivseite bespielen und links hinten absichern sollte. Dortmund wurde nun offensiv besser: Morey schoss in der 46. Minute noch drüber und Tigges vergab zehn Minuten später.

Duman indes sorgte wenig später erst für das 1:1, dann für das 1:2 – und demnach für reichlich Erleichterung. Zweifach war der BVB gefährlich auf der linken Außenbahn durchgebrochen, zweimal stand Duman goldrichtig. Das Spiel war gedreht, allerdings natürlich längst nicht entschieden. Dennis Wibbe hätte in der 66. Minute schon beinahe zum Ausgleich getroffen, zum Glück für Tullberg und den BVB rutschte er an der Hereingabe vorbei.

Cagatay Kader allerdings sorgte dann nach Unbehauns Fehler fürs 2:2. Die Borussia, gewiss bemüht, die drei Punkte zu holen, befand sich nun wieder am Anfang. Weil ein, zwei Konter nicht gut ausgespielt wurden und Rizzo in der 90. Minute eine Kopfball-Chance vergab, blieb es beim Remis.

BVB: Unbehaun – Hippe, Rente, Bünning (49. Wanner) – Morey, Raschl (77. Tunga), Hober, Duman (87. Rizzo) – Boyamba, Tigges, Führich
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