BVB-Nachwuchsteams mit guten Chancen

Juniorenfußball

Mehr geht nicht. Borussia Dortmunds C-Junioren räumten letzte Saison auf Westebene flächendeckend ab, sicherten sich mit dem Regionalliga-Titel und dem Westfalenpokal das begehrte Double. Auch vor der anstehenden neuen Spielzeit werden die schwarzgelben Talente ganz hoch gehandelt. Auch die U16 ist nicht mehr wegzudenken.

DORTMUND

, 31.08.2016, 08:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die BVB U15:

 

Die Voraussetzungen zur Bestätigung der Erfolge gestalten sich vielversprechend. Verantwortlich als Trainer durch die obligatorische Rotation im U15- und U14-Bereich wird wieder Peter Wazinski zeichnen. Und der redet ungeachtet des Ausbildungsauftrages bezüglich der Zielvorgaben nicht lange um den heißen Brei herum: „Wir zählen neben Borussia Mönchengladbach, dem 1. FC Köln und dem FC Schalke zu den Favoriten und streben natürlich wieder die Meisterschaft an.“

Souveräne Sieger

Unbekannt ist dieses Gefühl einem Großteil seines Kaders ohnehin nicht. Die U14 führte der Coach vergangene Saison bei nur einer Niederlage gegen Gladbach und mit zehn Punkten Vorsprung ganz souverän zum Gewinn des West-Nachwuchs-Cups. 15 seiner Schützlinge wurden in die neue C-Junioren-Formation übernommen. Als Verstärkungen schlüpfen Torwart Noel Brieden (Schalke), Marco Cardonini, Florian Usein (beide RW Essen), Ansgar Knauff, Loyd Kuffour (beide Hannover 96) und Youssoufa Moukoko (FC St. Pauli) ins Borussen-Trikot. Das 21-köpfige Aufgebot verkörpert Qualität. Für die erste DFB-Maßnahme liegen neun Einladungen vor.

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Die Vorbereitung läuft seit dem 1. August und bescherte drei Turniersiege in Lohne, Eichede und Bad Oeynhausen. Das 2:4 im Test gegen Eintracht Frankfurt korrigierten die Borussen im Oeynhausener Finale mit einem 6:0 über die Hessen. Ein wesentliches Mosaiksteinchen Richtung Teambuilding platzierte Wazinski zudem mit einem mehrtägigen Segeltörn auf dem Ijsselmeer.

Turniersieg in Kopenhagen

Zum Ausklang vor dem Start am Samstag gegen Arminia Bielefeld ging es am Wochenende Richtung Skandinavien. Auf einem Turnier in Kopenhagen siegte der BVB im Endspiel gegen FC Nordsjælland mit 5:3 (2:2) nach Elfmeterschießen. Im Halbfinale wurde Midjæland, ebenfalls im Elfmeterschießen, 8:6 (3:3) ausgeschaltet. In der Vorrunde folgten dem 2:3 gegen den späteren Finalgegner klare Siege über Malmö FF (3:0) und Bröndby Kopenhagen (4:1). 

 

Die BVB U16:

 

Vor drei Jahren nach reiflichen Überlegungen reaktiviert und in den Landesliga-Spielbetrieb zurückgeführt, ist Borussia Dortmunds U16 als Bindeglied zwischen den C-Junioren und dem schwarzgelben U17-Bundesliga-Nachwuchs aus dem sportlichen Gesamtkonstrukt nicht mehr wegzudenken.

Von Beginn an lenkte Trainer Christian Flüthmann die Geschicke dieses Jahrganges und führte ihn planmäßig in die B-Junioren-Westfalenliga. Dort holte der BVB als Aufsteiger gegen die durchweg ältere Konkurrenz sofort den Titel und schloss letzte Saison als bestes U16-Team auf dem dritten Rang ab.

"Starke Liga"

In vergleichbare Tabellenregionen will sich der Coach mit seinen Schützlinge erneut einreihen, schränkt allerdings ein: „Die Liga in diesem Jahr ist sehr stark, allen voran Preußen Münster und der SC Paderborn.“ Die Talente sind gefordert wie erhofft. Denn übergeordnet geht es darum, sie zielgerichtet auf die U17 vorzubereiten, vielleicht schon den ein oder anderen Spieler im Saisonverlauf an die Tür nach oben anklopfen zu lassen.

Die anspruchsvolle Aufgabe geht Flüthmann mit einem 23-köpfigen Kader an. Aus der U15 sind 19 Double-Sieger übernommen worden. Als Neuzugänge kommen Robin Flechsig (Preußen Münster), Ramzi Ferjani (1. FC Kaiserslautern), Pascal Thesen (VfL Bochum) und Florian Wendt (Lok Stendal) hinzu. Bereits im Fokus des DFB stehen Reda Khadra und Felix Schlüsselburg. Flüthmann attestiert seinem Aufgebot nach den bisherigen Eindrücken eine große individuelle Klasse. Mannschaftstaktisch muss die Sache für ihn allerdings noch wachsen: „Dieser Prozess sollte im November abgeschlossen sein.“

Positives Fazit

Das Fazit zur Vorbereitung, die seit Ende Juli läuft, fällt für den Coach positiv aus: „Alle ziehen nach anfänglichen kleinen Akklimatisierungsproblemen hundertprozentig mit. Eine positive Entwicklung ist unverkennbar.“ Zum Trainingslager weilte der BVB erneut in Aalen, bezwang in dessen Rahmen unter anderen den Nachwuchs des VfL Wolfsburg 2:1. Getrübt wurde die Vorbereitung allerdings durch den Kreuzbandriss von Mert Göckan. Zudem fällt Jeremy Aboagye wegen Knieproblemen bis zum Jahreswechsel aus. In der Startphase wird auch Bjarne Seturski wegen eines Muskelfaseriss nicht zur Verfügung stehen. Ein zwischenzeitliches Highlight im Oktober steht mit der Teilnahme an einem von der Premier League organisierten U16-Turnier in England an. 

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