BVB-II-Manager Preuß: „Es war peinlich, eine Blamage.“

dzFußball-Regionalliga

Auch einen Tag nach der 1:2-Blamage in der Fußball-Regionalliga gegen den Abstiegskanidaten Kaan-Marienborn hat Ingo Preuß, Manager des BVB II, sich nicht beruhigt. Er findet klare Worte.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 17.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Als Eric Oelschlägel, Dortmunds U23-Torwart, nach der 1:2-Pleite gegen den Tabellenvorletzten 1. FC Kaan-Marienborn vom Platz getrottet war, wollte er sich „eigentlich erst mal kurz in Ruhe sammeln“. Der 23-Jährige blieb dann doch in der Mixed-Zone stehen – und formulierte sein Urteil in aller Schärfe. „Das heute“, sagte er, „war dem BVB-Trikot nicht würdig.“ Im Dortmunder Lager bestand darüber Einigkeit.

Manager Ingo Preuß, „maßlos enttäuscht und verärgert“ über die gesehene Minus-Leistung, befand am Tag danach: „Es war peinlich, eine Blamage.“ Ähnlich drastisch, nämlich als „katastrophal“ und „traurig“, bezeichnete Ausgleichstorschütze Taylan Duman die Dortmunder Darbietung. Und in der Tat war die schwarzgelbe Mängelliste nach diesen 94 Minuten effektiver Spielzeit äußerst lang, zum wiederholten Mal.

Zu viele einfache Fehler beim BVB II

„Im Aufbau“, kritisierte Trainer Alen Terzic, „haben wir zu viel einfache Fehler gemacht – und damit Konter begünstigt.“ Aus einer von zwei gefährlichen Umschaltaktionen resultierte der erste Gegentreffer; den zweiten erzielte BVB-Innenverteidiger Marco Rente höchstselbst und völlig unbedrängt. Zum fahrigen Dortmunder Vortrag passte dieses Eigentor, das die dritte Niederlage im siebten Spiel unter der Anleitung von Terzic verursachte.

Dramatischer als die wenigen, wenngleich dann entscheidenen defensiven Wackler war allerdings die erneut präsentierte offensive Zahnlosigkeit. „Keine Lösungen“, gestand Terzic, hätte das von ihm trainierte BVB-Kollegium zuvorderst in der ersten Halbzeit gegen den im 5-3-2 formierten Gegner gefunden. Der Ehrenrettung halber: Es waren immerhin zwei brauchbare Chancen, die sich den Dortmundern eröffneten. Und es waren auch zwei in der zweiten Hälfte. Da stürmten die Borussen zu Beginn ganz passabel, brachen allerdings nach 15, 20 Minuten wieder ein. Sie blieben ideenlos, ohne die nötigen Tempoverschärfungen - und deshalb letztlich überfordert. „So etwas“, haderte Duman, „darf uns einfach nicht passieren.“

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BVB U23 - Kaan-Marienborn 1:2

Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und verliert mit 1:2.
16.04.2019
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Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und verliert mit 1:2.© Bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und verliert mit 1:2.© Bielefeld
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Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und verliert mit 1:2.© Bielefeld
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Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld
Der BVB blamiert sich gegen Kaan-Marienborn und unterliegt mit 1:2.© bielefeld

Preuß musste zunächst mal seinem Ärger über das massive Sicherheitssystem des Gegners Luft verschaffen: „Wenn man acht oder neun Spieler vor dem eigenen Strafraum postiert und ab und an einen hohen Ball auf den Leichtathleten vorne im Sturm schlägt, ist das keine taktische Meisterleistung“. Dann indes widmete sich Dortmunds Kaderplaner in seiner Bewertung ebenfalls den eigenen Fehlleistungen. „Die Lockerheit, die Sicherheit, das Vertrauen“, sagte er, „all das fehlt uns. Und nicht erst seit ein paar Wochen.“

Eigentlich, so Preuß, würden diese Symptome schon seit Saisonbeginn auftreten. Dass der BVB zwischenzeitlich Teil der Regionalliga-Spitzengruppe war, begründete Dortmunds Manager mit „vielen engen Partien, die wir häufig gewonnen haben.“ Das Pendel schlage nun eben immer öfter in die andere Richtung aus. Während sich seine Spieler eher vergeblich mühten, Ursachen für ihre dezenten Auftritte zu benennen, monierte Preuß deutlich und klar: „Die Qualität, die wir derzeit auf dem Platz haben, die reicht einfach nicht.“

Bereits im Winter hatte Dortmunds U23 empfindlichste sportliche Abgänge hinnehmen müssen. Aktuell fehlen mit Kapitän Massimo Ornatelli (Muskelfaserriss), Marco Hober (Syndesmosebandriss) und Herbert Bockhorn (krank) drei weitere potenzielle Leistungsträger. Den Liga-Herausforderungen genügt die zur Verfügung stehende Mannschaft offensichtlich nur bedingt, holte sie doch lediglich acht Punkte in den vergangenen sieben Spielen. Den neuerlichsten Tiefpunkt markierte die Nicht-Leistung gegen Kaan-Marienborn.

Nach diesem Negativ-Erlebnis und vor dem Pflichtauftrag gegen den SV Lippstadt (Sonntag, 14 Uhr, Rote Erde) forderte Duman „eine 180-Grad-Wendung“ von sich und seinen Kollegen. Preuß mahnte an, endlich wieder „mit einer Top-Mentalität“ ins Spiel zu gehen. Und Oelschlägel bekräftigte, dass „eine Reaktion“ dringend nötig sei. Sie spielten schließlich alle auch um ihre Zukunft.

Große Kaderveränderung beim BVB II

Die Gegenwart ist trist. Beliebig und fehlerhaft präsentiert sich der BVB II derzeit in verlässlicher Regelmäßigkeit. Dass diese U23 „so schlecht wie lange nicht mehr“ spiele, wird sich in der Roten Erde nicht erst seit gestern zugeraunt. Im Sommer folgt der Reset, mit verändertem Spielerpersonal und neuem Trainer.

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