BVB-Frauen gehen mit weißer Weste in den Pokal-Knaller am Mittwoch gegen Bietigheim

Handball-Bundesliga

Der BVB-Express rast weiter unter Volldampf durch die Frauenhandball-Bundesliga. Und am Mittwoch wartet das nächste Highlight-Spiel auf die Handballerinnen: im Viertelfinale des DHB-Pokals.

06.01.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Frauen gehen mit weißer Weste in den Pokal-Knaller am Mittwoch gegen Bietigheim

Kaum zu halten war die niederländische Weltmeisterin Kelly Dulfer, die in Leverkusen mit neun Toren beste Werferin des West-Derbys war. © Stummbillig

Der tanzende Kreis der Siegerinnen nach Spielende wird für Borussia Dortmunds Handballerinnen inzwischen zum liebgewordenen Ritual. Und so hüpften die Dortmunderinnen auch am Sonntag nach dem eindrucksvollen 29:22 (17:11)-Erfolg egen bayer Leverkusen in der mit 1700 Zuschauern ausverkauften Leverkusener Ostermann-Halle ausgelassen umher. Es war der zehnte Sieg im zehnten Spiel und natürlich – als einziges verlustpunktfreies Team der Liga – die Verteidigung der Tabellenspitze.

„Eine solide Leistung von uns“

„Das war zwar heute etwas zäher, weil Leverkusen versucht hat, unser Tempospiel zu unterbinden, aber am Ende war das eine solide Leistung von uns“, sagte André Fuhr, der zugab, als Trainer natürlich nie 100-prozentig zufrieden zu sein. Gern attestierte der 48-Jährige seinen Borussinnen aber „eine sehr stabile Abwehrleistung“ und die nötige Ruhe, auch in engeren Situationen nicht die Nerven zu verlieren, „auch das ist ja eine Qualität“.

Dominant von Beginn an

Auf der Leverkusener Bank sitzt seit langem Renate Wolf, eine Trainerin mit eigener schwarzgelber Geschichte auf dem Spielfeld. „Der BVB ist eine Topmannschaft, das ist schon eine große Herausforderung für uns“, hatte Wolf vor dem Anpfiff vermutet.

Das sollte sich schnell bewahrheiten, das 1:0 war die einzige Führung für die Rheinländerinnen, danach übernahm die Borussia das Kommando. Kelly Dulfer glich zum 1:1 aus und ließ diesem Treffer im Spielverlauf noch acht weitere Tore folgen – damit avancierte die wurfgewaltige Weltmeisterin – aus dem Rückraum, aber auch vom Kreis aus – zur besten Schützin der Partie.

Acht verschiedene Torschützinnen

Auch vier Zwei-Minuten-Strafen brachten die Dortmunderinnen nicht aus dem Konzept. Auffällig, dass sich gleich acht BVB-Frauen in die Torschützenliste eintrugen. „Das läuft bereits seit Saisonbeginn so und macht uns ein Stück weit unberechenbar“, urteilte Trainer Fuhr, der aus taktischen Gründen in Halbzeit zwei auf Spielmacherin Alina Grijseels verzichtete, und sprach noch ein weiteres Lob aus: „Wir waren zwischen den Highlight-Spielen gegen Bietigheim auch im West-Derby gut fokussiert und motiviert“.


Andreas Bartels aus dem Abteilungsvorstand des BVB sprach nach dem Schlusspfiff von „harter Arbeit, nicht immer aus der Feinkost-Abteilung des Handballs“, aber am Ende auch von einer „wichtigen Etappe auf dem Weg zu unserem Ziel, mindestens bis zum Ende der Hinrunde ungeschlagen zu bleiben“.

Pokal-Knaller gegen Bietigheim

„Und schon wieder Bietigheim“ heißt es Mittwoch (19.30 Uhr) in Wellinghofen. Diesmal stellt sich der vor acht Tagen in der Liga mit 38:32 deklassierte Deutsche Meister im Viertelfinale des DHB-Pokals vor. Die Wut über die hohe Niederlage in Dortmund ließen die Bietigheimerinnen an diesem Spieltag am vorherigen Tabellenzweiten Blomberg-Lippe aus (38:30), sodass im Pokal erneut der Spitzenreiter den direkten Verfolger empfängt. „Für dieses Spiel muss ich niemanden motivieren“, weiß André Fuhr, der froh war, dass seine Schützlinge verletzungsfrei den Bus in Leverkusen bestiegen. Ein Hinweis für die Fans: Am Mittwoch sind nur die Tageskassen geöffnet.

BVB: Duijndam, Roch, Ten Holte, Grijseels (4/2), Weisheitel, Müller-Korn (1), Smits (1), Stockschläder, Freriks (4), Dulfer (9), Fujita, Vollebregt (3), Bleckmann, Zych (2), Sobiech (5/2)
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