Brünninghauser Drehtür-Lazarett: Gondrum ist zurück, aber zwei Leistungsträger fallen aus

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Das Lazarett beim FC Brünninghausen scheint eine Drehtür zu haben. Kommen zwei Spieler zurück, gehen zwei andere Spieler in den Krankenstand. Gegen Lennestadt sollen trotzdem drei Punkte her.

Dortmund

, 21.09.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Brünninghausen hatte ein bisschen länger Zeit, um sich auf das Duell mit dem Tabellenzweiten FC Lennestadt (Sonntag, 15 Uhr, Am Hombruchsfeld oder bei uns im Livestream) vorzubereiten. Das spielfreie Vorwochenende verschaffte aber auch einigen angeschlagenen Spielern Zeit zur Genesung.

Lazarett mit Drehtür

Doch in Brünninghausen ist es in den vergangenen Monaten fast schon Tradition, dass das Lazarett eine Drehtür hat. Kommt einer raus, gehen zwei rein. Mit ein bisschen Glück - wie in dieser Woche - gehen aber gleich drei raus und es kommen nur zwei rein.

Denn Top-Stürmer und Kapitän Florian Gondrum, der wochenlang mit einer Fußverletzung ausgefallen war und in dieser Zeit keinen Sport machen durfte, bekam am Dienstag das Ok vom Arzt, war sofort danach ein bisschen laufen und trainierte am Donnerstag zunächst für sich - und dann sogar im Abschlussspiel mit der Mannschaft: „Stand heute ist soweit alles ok“, sagt Gondrum, „ob ich jetzt Sonntag auch im Kader sein werde, das werden wir sehen.“

Pereira fällt wochenlang aus

Sein Trainer Maximilian Borchmann macht ihm und der Mannschaft Hoffnung: „Er könnte sogar auf der Bank sitzen.“ Die ist auch nötig, denn einer der Leistungsträger der ersten Spieltage - Nils da Costa Pereira - riss sich beim Spiel gegen Sodingen das Syndesmoseband und fällt vier bis sechs Wochen aus. Auch Torhüter Leon Broda zog sich einen Teilriss des Außenbandes zu, wird allerdings nicht ganz so lange fehlen: „Eventuell kann er mit Tape sogar spielen“, sagt Borchmann.

„Da sind jetzt viele Verletzungen mit Fremdeinwirkung dabei“, sagt Borchmann, der auf der anderen Seite aber auch Amadeus Piontek und Sebastian Lötters wieder im Training begrüßen konnte.

Aufpassen auf Friedrichs und Schmidt

Mit dem FC Lennestadt begrüßt der FCB am Sonntag ein Team, das „die alten Tugenden“ hochhält, wie es Borchmann ausdrückt. „Sie verteidigen mit acht Mann alles weg und haben vorne mit Florian Friedrichs (fünf Tore) und Christian Schmidt (ein Tor) zwei Spieler, die enorme Qualität haben“, sagt Borchmann.

Das heißt aber nicht, dass Brünninghausen nur den Ball haben will: „Wir wollen nicht mit 80 Prozent Ballbesitz immer wieder gegen die Wand rennen“, sagt Borchmann, „wir wollen die Balance finden, die uns zuletzt ein bisschen abhanden gekommen ist und so auch mal ins Umschaltspiel kommen.“

Dafür wäre Florian Gondrum natürlich der richtige Mann. Wenn auch nur in der Schlussphase für ein paar Minuten.

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