Brünninghausens Kapitän Florian Gondrum: „Das kann nicht unser Anspruch sein“

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Er ist wieder da. Brünninghausens Kapitän Florian Gondrum hat am Sonntag beim 0:1 gegen Concordia Wiemelhausen wieder von Beginn an gespielt. Jetzt spricht er Klartext nach dem schwachen Start.

Dortmund

, 01.10.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Brünninghausen liegt nach dem Oberliga-Abstieg auch in der Westfalenliga wieder im Tabellenkeller. Sechs Punkte hat das Team gerade einmal in sieben Partien eingespielt. Viel zu wenig. Das findet auch Kapitän Florian Gondrum. Der findet deutliche Worte für die aktuelle Situation.

Wie geht es Ihnen nach dem Startelf-Comeback?

Der Fuß ist okay. Er ist zwar geschwollen, dafür habe ich aber keine Schmerzen mehr.

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Wie fit sind Sie?

Es war nach sieben Wochen Verletzungspause mein erstes Spiel von Beginn an. Zum Schluss habe ich gemekt, dass mir die Luft fehlt. Aber das ist normal, ich habe erst eine Woche komplett mit der Mannschaft trainiert.

Wie war die Partie für Sie als Stürmer?

Schwierig. Wir konzentrieren uns aktuell auf die Grundtugenden, versuchen über das Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Ich hing da am Sonntag ein bisschen in der Luft, habe wenige brauchbare Anspiele bekommen.

Woran liegt das?

Wir spielen viel zu selten mutige Bälle in die Spitze. Da müssen wir mehr Eier zeigen. Es wird lieber quer oder zurück gespielt, anstatt mit einem riskanten Pass den Stürmer einzusetzen. Diese Pässe benötigen wir aber in der Spitze. Und es ist ja gar nicht schlimm, wenn der Ball mal im letzten Drittel nicht ankommt, weil wir dann ja trotzdem komplett als Team hinter den Ball stehen.

Fehlt der Mannschaft die Qualität?

Nein, das finde ich nicht. Klar, uns fehlen Spieler wie Arif Et oder Robin Gallus, die in der vergangenen Saison auch mal ein Spiel alleine entscheiden konnten. Die haben wir nicht mehr. Aber für die Westfalenliga ist der Kader eigentlich gut genug.

Trotzdem liegt das Team mit sechs Punkten nur auf Rang 14.

Und das kann nicht der Anspruch der Spieler und des Vereins sein.

Trainer Maximilian Borchmann lässt das Team aktuell sehr tief stehen. Ist das die richtige Taktik für das Team?

In der aktuellen Situation definitiv. Wir sind in den ersten Spielen mit unserem Ballbesitzfußball an Schönheit gestorben. Damit sind wir auf die Fresse gefallen. Wir müssen jetzt mit den Grundtugenden wieder zum Erfolg kommen. Wir müssen auch mal nur mit dem Willen einen Sieg einfahren. Dann kommt auch das Selbstbewusstsein wieder und wir werden wieder schöneren Fußball spielen.

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Haben Sie damit gerechnet, dass das Team so schwach startet?

Nein, mir war klar, dass wir nach dem Abstieg nicht gleich ganz oben mitspielen. Aber das wir so starten, damit war nicht zu rechnen.

Warum tut die Mannschaft sich dann so schwer in der Westfalenliga?

Wir bringen einfach nicht die Qualität auf den Platz. Wir hatten viele 50:50-Spiele, die wir auch hätten gewinnen können, machen wir aber nicht. Insgesamt passiert nach vorne hin zu wenig. Hinten stehen wir eigentlich immer ganz gut, machen dann aber zu viele individuelle Fehler, die dann gleich zu Toren fühen. Das müssen wir schnell abstellen.

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Wie ist denn aktuelle die Stimmung innerhalb des Teams?

Insgesamt gut. Aber auch nicht immer im Training. Wir müssen da noch mehr Gas geben. Es ist auch die Zeit gekommen, dass mal jemand im Training fliegt, es zur Sache geht. Wir müssen wach werden und da unten rauskommen. Denn da wo wir stehen, gehören wir und der Verein nicht hin.

Das hört sich alles ein bisschen wie in der vergangenen Saison an. Und am Ende stand der Abstieg.

Wie gesagt, wir müssen aufwachen und endlich punkten. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir das schaffen, wenn alle zu 100 Prozennt mitziehen.

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