Brünninghausen verlängert mit Gondrum und verliert einen Top-Spieler an einen Bezirksligisten

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Vor dem Spiel in Sprockhövel verlängert Brünninghausen mit drei Leistungsträgern. Doch einer, der am Sonntag sein persönliches Spiel des Jahres haben sollte, fällt aus und wechselt den Verein.

Dortmund

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Osterei kam mit Verspätung und Tim Dudda hatte keinerlei Probleme, es zu finden – es befand sich direkt auf seinem Fuß: „Sowas habe ich noch nie gesehen“, sagt Brünninghausen-Trainer Maximilian Borchmann. Dudda, unumstrittener Stammspieler im Mittelfeldzentrum des FCB, hatte bei der 0:2-Pleite in Gievenbeck einen Schlag auf den Fuß bekommen, eine Ader platzte, die Stelle schwoll an: „Er kommt nicht mal in den Schuh rein“, sagt Borchmann.

Dudda verpasst sein Spiel des Jahres

Dudda wird sein ganz persönliches Spiel des Jahres (Sonntag, 15 Uhr, Eickerstraße 23, 45549 Sprockhövel) verpassen, die Rückkehr in seine fußballerische Heimat, seit der B-Jugend hatte er in Sprockhövel gespielt, im Seniorenbereich prägte er sechs Jahre lang die TSG, stieg mit ihr sogar in die Regionalliga auf – und danach direkt wieder ab. Vor dieser Saison kam er nach Brünninghausen, „weil ich etwas Neues wollte.“ Es wird erstmal die letzte Chance für ein direktes Duell mit seinem Ex-Klub sein, Dudda wechselt zur kommenden Saison in die Bezirksliga zur ambitionierten SG Welper in Hattingen.

Brünninghausen verlängert mit Gondrum und verliert einen Top-Spieler an einen Bezirksligisten

Tim Dudda fehlt gegen seinen Ex-Klub. © Nils Foltynowicz

Dafür haben Angreifer Florian Gondrum, Innenverteidiger Sebastian Lötters und Außenstürmer Adil Elmoueden für die kommende Saison zugesagt. Im Falle von Gondrum und Lötters „ligenunabhängig“, wie Geschäftsführer Klaus-Dieter Friers bestätigt, „aber die Westfalenliga wollen die Jungs ja ohnehin alle verhindern.“

„Angsthasenfußball? Das sind wir nicht“

Was sie nicht tun werden: Ihre Spielweise umstellen. Borchmann sagt: „Wir sind keine Mannschaft, die lang und hoch nach vorne spielt. Angsthasenfußball ist nicht unser Lösungsansatz. Das sind wir nicht. Auch wenn wir wissen, dass das im Abstiegskampf ein Risiko ist und viele sagen, wir müssten pragmatischer spielen.“

Nein, mutig wollen sie sein, auch gegen eins der besten Heim- und Rückrundenteams: „Sprockhövel spielt so ein bisschen Liverpool-Style. Alle verteidigen zusammen und dann haben sie vorne drei, vier Unterschiedsspieler, die den Angriff auch in Unterzahl zuende spielen können“, erklärt Borchmann. Sich deshalb hinten einzuigeln, kommt aber nicht in Frage: „Das wird ein Spiel mit offenem Visier.“

Elmoueden, Sahin und Kösecik zurück im Training

Zumal die personelle Situation sich entspannt. Zwar fällt Dudda aus, dafür ist Kerim Acil wieder voll belastbar. Und dann sind in dieser Woche auch Mert Sahin, Sahin Kösecik und Adil Elmoueden ins Training zurückgekehrt: „Es wird“, sagt Borchmann.

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