Brünninghausen-Geschäftsführer Klaus-Dieter Friers: „Abstiegskampf wird ganz enge Kiste“

Fußball-Oberliga

Dem FC Brünninghausen steht eine heiße Oberliga-Endphase bevor. Sechs Endspiele um den Klassenerhalt stehen bevor. Hat die Mannschaft verstanden, worum es geht? Ja, sagt der Vorstand.

Dortmund

, 25.04.2019, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Brünninghausen-Geschäftsführer Klaus-Dieter Friers: „Abstiegskampf wird ganz enge Kiste“

Sechs Endspiele stehen vor dem FC Brünninghausen © Schütze

Klaus-Dieter Friers ist um Ruhe bemüht. Die Hektik, die die tabellarische Situation mit sich bringt, will er sich nicht aneignen. Trotzdem sagt der Geschäftsführer des FC Brünninghausen: „Wir brauchen uns nichts vorzumachen. Das ist jetzt Abstiegskampf pur.“

Fatale Verletzungssituation

Dass auch die Mannschaft diese Botschaft verstanden hat, daran kamen zuletzt Zweifel auf. Das Aufatmen nach dem 2:0-Erfolg gegen Hamm war bis nach Gütersloh zu hören, doch statt nachzulegen und zwischen sich und der Abstiegszone vier Punkte zu legen, verlor der FCB nur wenige Tage später sang- und klanglos mit 0:2 beim Tabellenletzten in Gievenbeck: „Da hat man gemerkt, dass einige ab der 60. Minute abgebaut haben“, sagt Friers.

Die Verletzungssituation in Brünninghausen ist fatal, das weiß auch Friers. Die Ausfälle von wichtigen Defensivspielern wie Hendrik Brauer, Mert Sahin, Sebastian Kruse oder auch Sahin Kösecik sowie die von Offensiv-Mann Adil Elmoueden haben an der Substanz gekratzt. Immer wieder fielen auch deshalb kurzfristig zusätzlich Akteure aus: „Wir haben diese Überspielung alle noch nicht mitgemacht“, sagt Friers, „einige gehen am Stock. Aber wir müssen da durch. Wir müssen am Ende irgendwie zwei Mannschaften hinter uns lassen.“

Ansage vor dem Spiel gegen Ennepetal

Eine Ansage habe er dem Team vor dem Ennepetal-Spiel gemacht, es folgte eine unglückliche 2:3-Niederlage und dann der Erfolg in Hamm: „Deshalb wäre es jetzt auch fatal, auf die Truppe draufzuhauen. Wir müssen Ruhe reinbekommen und Selbstvertrauen reinkriegen. Die Jungs müssen alle das Gefühl haben, dass wir voll hinter ihnen stehen“, sagt Friers.

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Ein Hoffnungsschimmer zeichnet sich sogar am Horizont ab. Das Brünninghauser Lazarett lichtet sich, je näher das Saisonende kommt: „Hendrik Brauer und Sahin Kösecik befinden sich schon im Aufbautraining, Mert Sahin und Adil Elmoueden sind vielleicht schon übernächste Woche wieder dabei.“

Rückkehrer nicht sofort verheizen

Friers ist sich im Klaren darüber, dass man in der Endphase der Saison jeden Spieler brauchen wird, deshalb sollen die Rückkehrer nicht sofort verheizt werden: „Wir müssen zusehen, dass wir bei den letzten drei Spielen wieder alle beisammen haben.“ Das wären die Spiele gegen Herne und Siegen zu Hause und am letzten Spieltag das Endspiel in Holzwickede?

Einfacher wäre es, wenn schon vorher hier und da ein Punkt vom Laster fällt: „In Sprockhövel spielen wir schonmal auf Kunstrasen. Das ist gut, weil wir auf Rasen in dieser Saison noch gar nichts geholt haben.“ Auch beim folgenden Heimspiel gegen Erndtebrück sollte etwas drin sein.

„Spieler in die Pflicht nehmen“

So oder so stellt sich die Planung für die kommende Saison schwierig dar - vor allem, wenn es zum schlimmstmöglichen Fall kommt: „Wenn man erst kurz vor Schluss aus der Oberliga absteigt, ist die Gefahr groß, dass man keine vernünftige Truppe für die Westfalenliga zusammenbekommt.“

Für den Fall der Fälle will Friers mit wichtigen Stützen sprechen: „Wir werden den einen oder anderen Spieler in die Pflicht nehmen“, sagt er, und betont nochmal: „Alle wollen gerne Oberliga spielen.“

Live auf RN.de Wir zeigen die Partie zwischen der TSG Sprockhövel und dem FC Brünninghausen am Sonntag ab 15 Uhr live auf unserer Website: RN.de/live
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