Nach dem Abstieg aus der Westfalenliga entsendet der SV Brackel seine Tribute, um eine Etage tiefer neu anzugreifen. Lesen Sie hier vom neuen Teamspirit und die ganze Amateurfußball-Beilage.

Brackel

, 11.08.2018, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Reiz von sportlichen Betätigungen füllt in der Historie ganze Bücher. Warum, wenn nicht unbedingt für das eigene Wohlbefinden, tut man sich diesen Aufwand überhaupt an. Es ist der Wettbewerb, der schon in der Antike zwischen den Kriegern vorherrschte, in dem es um Macht und Annerkennung geht.

Es gibt nur einen Meister

Für sich und das, für das man steht, in den Kampf zu ziehen - das macht den Sport aus. Und in Hollywood hat man eben diese Allgemeingültigkeit schon längst erkannt. Wenn die von Jennifer Lawrence gespielte Katniss Everdeen sich auf der Leinwand freiwillig als Tribut meldet, steht ihr ein Kampf auf Leben und Tod bevor. Und nur einer kann ihn überleben. Ganz so martialisch darf man das ganze sicherlich nicht betrachten, wenn Niklas Rybarczyk als Kapitän mit der Nummer 19 seinen SV Brackel in der Fußball-Landesliga aufs Feld führt. Aber lässt sich das Prinzip auch ganz einfach übertragen: 18 Mannschaften treten an - und am Ende kann es nur einen Meister geben.

Brackel entsendet seine Tribute - was auf dem Weg zurück in die Westfalenliga helfen kann

Den Brackelern kommt dabei die besondere Rolle des Westfalenliga-Absteigers zu. Den großen Kampf im Frühjahr verloren, machen sich Trainer Giovanni Schiattarella und sein Team auf, zu alter Stärke zurückzufinden. „Wir wollen die Tauglichkeit für diese Liga schnell nachweisen und den Grundstein legen, um mittelfristig in der oberen Gruppe mitzumischen“, formuliert der Coach. Denn auch er weiß: Seine Tribute sind fast allesamt noch relativ jung. „Aber da kann was zusammenwachsen und wir geben den Spielern die nötige Zeit.“

Die Marschroute bleibt gleich

Das sieht auch Brackels Vorsitzender Olaf Schäfer so. „Wenn der Abstieg einen positiven Aspekt hatte, dann den, dass wir das Team nun runderneuern konnten und es neue Einflüsse durch das Trainerteam gibt“, sagt er. Zwar täten die Abgänge der Torjäger Robin Rosowski und Patrick Sacher weh, aber an der Marschroute ändere das nichts. „Wir wollen weiter mit jungen Leuten zusammenarbeiten und das obere Feld der Liga nicht aus den Augen verlieren.“

Und was sagt Rybarczyk, der Krieger auf dem Feld, der die sportlichen Schlachten in der Landesliga schlagen muss? „Unsere Stärke liegt im Teamspirit. Wir sind auf dem Weg, zu einem eingeschworenen Haufen zusammenzuwachsen“, erklärt Brackels Kapitän. Natürlich, am liebsten solle der Weg gleich wieder nach oben gehen. „Aber wir müssen uns in der Landesliga zunächst einmal zurechtfinden, einen guten Start erwischen und schauen, wohin die Reise geht“, formuliert Rybarczyk mit Blick auf die neue Spielzeit.

Parallelen tun sich auf

Am Hallenbad in Brackel ist man also bereit, die eigenen Tribute in die Schlacht zu schicken. Zwar nicht auf so martialische Weise wie in Panem. Aber gewisse Parallelen tun sich am Ende eben doch auf.

Hier können Sie die Beilage als PDF herunterladen (Dateigröße: 104 MB).

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