Die Vorbilder sind Starklubs aus dem US-Sport - Brackel 61 erfindet sich neu

dzFußball-Kreisliga A

Zuletzt machte Brackel 61 durch den Coup gegen Türkspor Dortmund im Kreispokal auf sich aufmerksam. Nun begibt sich der A-Ligist auf die Spuren der Chicago Bears und der Philadelphia Eagles.

Dortmund, Brackel

, 26.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Angriffslustig, mutig, stark, aufmerksam - es sind viele Assoziationen, die mit Löwen, dem König der Tiere, verbunden werden. Und all diese Charaktereigenschaften schreibt sich auch ein Fußballverein gerne auf die Fahne, denn wenn die eigenen Kicker wie Löwen agieren, dann wird es schwer, ihrer Jagd auf dem Feld zu entkommen.

Genau das gedacht, haben sich auch die Verantwortlichen im Vorstand der Sportfreunden Brackel 61 oder besser gesagt der „Dortmunder Löwen - Brackel 61“. Denn dies ist der neue offizielle Vereinsname des Klubs vom Brauksweg.

Von den Chicago Bulls zu den Dortmunder Löwen

Die Vorbilder für den Verein, dessen erste Mannschaft ganz im Stile eines Löwens im Kreispokal-Viertelfinale Türkspor Dortmund ausgeschaltet hat, kommen aus dem US-Sport. Die Footballer der Philadelphia Eagles oder der Chicago Bears, die Eishockeyspieler der Pittsburgh Penguins oder die Basketballer der Chicago Bulls. In den vereinigten Staaten ist es gang und gäbe, dass Tiere die Vereinsnamen und auch die Logos der Klubs prägen.

Mike Dominik Kollenda ist der Vorsitzende des Vereins Dortmudner Löwen - Brackel 61.

Mike Dominik Kollenda ist der Vorsitzende des Vereins Dortmudner Löwen - Brackel 61. © Brackel 61

Das möchte auch der erste Vorsitzende Mike Dominik Kollenda, der Vorstand, der Grafikdesigner Simon Barthelt und weitere Ehrenamtler bei Brackel 61 etablieren. „Die Assoziation mit einem Wappentier ist in Amerika sehr weit verbreitet. Im Fußball gibt es das nicht so. Wir wollen es als Aushängeschild, als Marke etablieren. Da sehe ich sehr viel Potenzial“, so Kollenda.

„Ich möchte da keinem auf die Füße treten, um die verdiente Wertschätzung bringen oder als Selbstdarsteller rüber kommen. Ohne die Gruppe an Ehrenamtlern, die da ihren Hirnschmalz mit eingebracht haben wäre das Ganze nicht möglich gewesen.“

Nach dem Vereinsnamen soll das Wappen folgen

Der Vereinsname wurde am 15. November bereits geändert, auch weil so der Wiedererkennungswert überregionaler sein soll und das wiederum bei der Sponsorenfindung und der nachhaltigen Entwicklung des Vereins helfen soll. Am 20. März sollte dann auch ein neues Logo verabschiedet werden. Doch die Mitgliederversammlung musste durch die Ausbreitung des Coronavirus abgesagt werden.

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„Der Vorstand kann das nicht alleine entscheiden. Es braucht eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Wir würden gerne das Logo anpassen, damit unser neuer Vereinsname auch im Wappen vertreten ist“, so Kollenda.

Um schon im Vorhinein alle Klubmitglieder darüber zu informieren, hat der Verein die Internetseite logo.dortmunderloewen.de aufgesetzt. Dort erklärt der Verein prägnant, warum es zur Änderung kommen soll und warum das neue Logo so aussieht, wie es aussieht.

„Stärke, Anmut und Energie des Löwens“

Es heißt: „Über ein Jahr intensive Entwicklungsarbeit wurde in das neue Logo gesteckt. Vorangegangen war eine umfassende Analyse zur Ausrichtung, der zu vermittelnden Werte und vor allem der mittel- bis langfristigen Zukunftsperspektive unseres Vereins mit seiner starken Jugendarbeit. Herausgekommen ist eine moderne und dennoch zeitlose Wort-Bildmarke mit starkem Icon-Logo-Charakter – gewappnet für die neuen Herausforderungen, die im Markt bzw. im modernen Marketing bestanden werden müssen.

Auf der Suche nach neuen Wegen bietet sich so für die Dortmunder Löwen eine Chance, einen Weg zu gehen, den so wahrscheinlich kein vergleichbar aufgestellter Verein gehen kann.“

So sieht der Vorschlag für das neue Wappen der Dortmunder Löwen - Brackel 61 aus.

So sieht der Vorschlag für das neue Wappen der Dortmunder Löwen - Brackel 61 aus. © Dortmunder Löwen - Brackel 61

Die Gestaltung des Logos ist dabei komplett durchdacht. Auf der Homepage heißt es: „Nahezu jeder kleine Strich und jedes kleinste Detail sind durch eine harte Prüfung gelaufen.“ Es sollte ein Logo entstehen, dass auf jeden überflüssigen Schnörkel verzichtet. Ein paar Details sind besonders zu erwähnen:

  • Die seitliche Darstellung gilt in unserer Kultur aufgrund der Lese- und Schreibrichtung als Blick nach vorne. Natürlich blicken die Dortmunder Löwen am liebsten nach vorne.
  • Stärke, Anmut und Energie des Löwen ruhen im klar definierten Icon. Aufgrund der besonderen Nähe zum Kinderfußball sollte unser neues Logo ohne die Darstellung von Zähnen oder aggressiver Angriffshaltung funktionieren.
  • Die dezente Krone und die damit verbundene Assoziation mit einer Schachfigur bildet eine Brücke zwischen sportlicher Energieleistung und spielerischer Raffinesse.
  • Das Icon ist genderfähig. Trotz der Darstellung eines männlichen Löwenkopfes lässt das Logo den Zusatz „Dortmunder Löwinnen Brackel 61“ zu, ohne dabei deplatziert zu wirken.

Der Plan für die Zeit nach dem Coronavirus steht also - die Dortmunder Löwen liegen auf der Lauer. Ruhig, entspannt aber voller Tatendrang.

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