Bövinghausens Endrundenticket ist in Gefahr

33. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Unsportliches Verhalten und großartige Geste: Der bereits ausgeschiedene Klub NK Zagreb trat am zweiten Tag der Zwischenrunde einfach nicht an, Gegner Westfalia Wickede hätte uneingespielt ins Überkreuzspiel gemusst. Dann sprang der ebenfalls ausgeschiedene VfR Sölde ein - und erntete viel Lob. Kreisligist Bövinghausen hat derweil ein ganz anderes Problem - und ÖSG Viktoria Grund zur Hoffnung.

DORTMUND

, 08.01.2017, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bövinghausens Endrundenticket ist in Gefahr

Die besten Bilder des zweiten Zwischenrunden-Tages in der Halle Nord.

Der VfR Sölde erwies sich in der Halle Wellinghofen als Mannschaft, die einen Riesen-Sportsgeist hat. Der unglücklich ausgeschiedene VfR blieb in der Halle und absolvierte ein Freundschaftsspiel gegen Westfalia Wickede, der nach dem unentschuldigten Fehlen des Gegners NK Zagreb ohne Einspielen in die Überkreuzspiele gemusst hätte.

Sölde hilft gerne aus

Sölde hätte wegen des Ausscheidens frustriert die Halle verlassen können, es wäre keine unnormale Reaktion gewesen. Aber der VfR forderte die Westfalia sogar in der Partie und verlor 1:5. „Es ist einfach geil, in der Halle zu spielen. Für Wickede war es ärgerlich, dass Zagreb nicht angetreten ist. Wir haben ihnen gerne geholfen, und uns hat es nochmal Spaß gemacht“, sagte VfR-Spieler Meik Hibbeln.

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Wickedes Sportlicher Leiter Andreas Bath fand lobende Worte für die Sölder: „Nicht nur weil das mein ehemaliger Verein ist, gehen besonders große Komplimente an den VfR. Eine sensationelle Geste. Es war eine tolle Reaktion auf Zagreb. Wie damit umzugehen ist, soll der Fußballkreis entscheiden. Ich finde es jedenfalls respektlos gegenüber dem Kreis, der sich so viel Mühe macht, ein tolles Turnier auf die Beine zu stellen.“

Zagrebs Fehlen soll Folgen haben

Das unentschuldigte Fehlen des NK Zagreb wird Folgen haben, erklärte der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski, der aufgrund des laufenenden Verfahrens nicht näher auf die mögliche Strafe eingehen wollte. Einen bitteren Nebengeschmack hatte auch der Auftritt der Dortmunder Mannschaft TuS Holzen-Sommerberg. Wegen des feststehenden Ausscheidens kam das Team nur mit sieben Spielern nach Wellinghofen. Das Stammteam lief bei der parallel laufenden Schwerter Stadtmeisterschaft auf.

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Die Schwerter (ETuS/DJK und VfL) und Lüner (LSV, BV Brambauer) Teams legten dagegen ihr Hauptaugenmerk auf die Dortmunder Stadtmeisterschaft, traten mit eher schwächeren Teams bei den Stadtmeisterschaften in der eigenen Stadt an. Der Lüner SV gewann trotzdem in Lünen.

ÖSG Viktoria darf hoffen

Ob Kreisligist Bövinghausen in der Endrunde antritt, ist noch nicht vollständig gesichert. Denn am Montagnachmittag muss sich der Klub vor der Kreisspruchkammer verantworten. Der Einsatz eines nicht korrekt gemeldeten Spielers steht im Raum – sowohl in der Meisterschaft als auch in der Halle. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, könnte der TuS das Endrundenticket aberkannt bekommen. Dann würde wahrscheinlich die ÖSG Viktoria, als Vierter in der Halle Nord ausgeschieden, in die Endrunde nachrücken.

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