Bövinghausen feiert Überraschungs-Aufstieg und kündigt atomare Neuzugänge an

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Bövinghausen darf überraschend doch aufsteigen. Selbst Ajan Dzaferoski hat mit der FLVW-Entscheidung nicht gerechnet, gibt er zu. Für die Westfalenliga kündigt er direkt weitere Neuzugänge an.

Dortmund

, 10.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Freude beim TuS Bövinghausen war riesig, als am Dienstagmittag verkündet wurde, dass der Tabellenzweite der Landesliga 3 überraschend auch in die Westfalenliga aufsteigen darf. Seitdem hat Bövinghausens Vorsitzender Ajan Dzaferoski viel damit zu tun, Glückwünsche entgegen zunehmen. Doch auch die Kaderplanung für die kommende Spielzeit beschäftigt ihn weiterhin. Mit dem TuS hat er weiterhin Großes vor.

Die Aufstiegsnachricht kam auch für Dzaferoski unerwartet. Vor Kurzem hatte er noch gesagt, er habe noch Hoffnung auf einen Aufstieg, weil sich womöglich noch Teams aus der Westfalenliga zurückziehen könnten. Bis das vielleicht passiert, muss er nun nicht mehr warten. Denn der TuS Bövinghausen steigt auch so auf. „Damit habe ich definitiv nicht gerechnet“, sagt er und bezeichnet die Entscheidung des FLVW als „eine positive Überraschung“. Sein Handy stand seitdem kaum still. Die Batterie sei schon zwei Stunden später fast leer gewesen, erzählt er.

„Das sind keine Voll-Granaten, sondern Voll-Atombomben“

In den nächsten Tagen wird er es aber nicht nur brauchen, um weitere Glückwünsche entgegenzunehmen, sondern auch um weitere Gespräche für die Zukunft des baldigen Westfalenliga-Kaders zu führen. Bereit sei sein Team ohnehin schon für die höhere Liga gewesen, sagt Dzaferoski. „Aber jetzt sind wir noch mehr bereit.“ Er hofft, dass Bövinghausen auch in der kommenden Spielzeit oben mitspielen kann. „Mit viel Glück greifen wir oben an.“

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Neuzugänge werde es auf jeden Fall geben. „Ich schätze, dass wir noch drei Spieler verpflichten, die uns weiterbringen.“ Türkspor-Trainer Reza Hassani verwendet bei Neuverpflichtungen gerne mal den Begriff „Voll-Granate“, um einen neuen Spieler zu beschreiben. Verpflichtet Bövinghausen nun auch noch mal drei Voll-Granaten? „Das sind keine Voll-Granaten, sondern Voll-Atombomben“, kündigt Ajan Dzaferoski an. Es klingt schon fast wie eine Drohung an die zukünftigen Gegner des TuS.

Vor allem im Sturm sieht der Vorsitzende noch Bedarf. Durch den Weggang von Winter-Neuzugang David Loheider fehlt dort noch mindestens ein Spieler. Generell sei der Kader aber bereits gut zusammengestellt, ist er sich sicher. Vor allem charakterlich würden die Spieler gut zusammenpassen. Viele von ihnen haben bereits in der Oberliga oder sogar in der Regionalliga gespielt.

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Die Oberliga war bislang immer das große Ziel des TuS Bövinghausen. Nun fehlt nur noch ein Aufstieg. „Der Wunsch ist da, aber, ob wir das schaffen, ist was anderes“, sagt Dzaferoski. „Man muss ja Ziele haben und wir haben schon das Ziel, oben mitzuspielen.“ Die Westfalenliga werde aber nicht einfach, das wisse er.

Ein Team, das noch nicht in der Westfalenliga spielt, aber dort hin möchte, ist Türkspor Dortmund, das als klarer Tabellenführer und Herbstmeister der Bezirksliga 8 in die Landesliga aufsteigt. Gibt es in der nächsten Saison einen erneuten Doppelaufstieg der beiden ambitionierten Klubs? „Möglich ist alles, aber einfach ist nichts“, sagt Ajan Dzaferoski.

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