Bilal Cildir von Alemannia Scharnhorst: „Wieder ein wenig Luft zum Atmen“

Dortmunder Fußball

Das nennt man wohl eine klare Kiste: In unserer Abstimmung zum Spieler des Fußball-Spieltags vom 5. Mai führte kein Weg an Bilal Cildir vorbei. Zum Glück, er ist ein schlechter Verlierer.

Dortmund

, 10.05.2019, 22:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bilal Cildir von Alemannia Scharnhorst: „Wieder ein wenig Luft zum Atmen“

Bilal Cildir ist der Spieler des Spieltags. © Montage Otto

Der Allrounder auf der rechten Seite des Bezirksligisten Alemannia Scharnhorst holte beeindruckende 45 Prozent von mehr als 400 Stimmen. Salman Tilkidag vom Ligakonkurrenten VfR Sölde konnte als Zweitplatzierter nur 28 Prozent der Stimmen für sich verbuchen.

Die Ernennung zum „Spieler des Spieltags“ ist für Bilal Cildir die Kirsche auf der Sahne eines perfekten Spieltags. Denn im Abstiegskampf gelang seinen Scharnhorstern im Derby gegen den Dorstfelder SC ein beeindruckender 6:1-Sieg. Ein Tor steuerte auch Cildir bei. „Nach einem langen Ball auf den gegnerischen Abwehrspieler bin ich durchgelaufen, habe den Zweikampf gewonnen und den Ball dann mit dem Außenrist am Torwart vorbeigelegt“, schildert der Spieler die Szene. „Mein Gegenspieler hat sich wohl ein wenig zu sicher gefühlt.“

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Zur Freude der Alemannen: Es war der 2:1-Führungstreffer nach der Pause, nachdem Dorstfeld sogar früh in Führung ging (10.). Doch auch dank der Mithilfe Cildirs, der häufig als rechter Verteidiger, zuletzt aber im rechten Mittelfeld zum Einsatz kam, wurde aus dem Rückstand ein Kantersieg. „Das war wichtig für unser Selbstbewusstsein und hat uns wieder ein wenig Luft zum Atmen gegeben“, erklärt der Allrounder.

Dadurch verließen die Scharnhorster den Abstiegsplatz und haben nun ein Zwei-Punkte-Polster auf die bedrohte Zone. „Der Sieg war sehr wichtig, weil wir in der Woche zuvor mit dem 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit bei Union Lüdinghausen einen mentalen Nackenschlag kassiert haben“, sagt Cildir.

Trainer Marcus Wedemann hält viel von seinem vielseitigen Akteur: „Bilal ist eine echte Bereicherung für das Team. Und es ist ein Glücksfall für Alemannia, dass er von Ay Yildiz Derne zu uns gekommen ist“, formuliert der Scharnhorster Coach. „Er hat nicht nur viel Potenzial, sondern ist auch immer beim Training und legt darüber hinaus Extraeinheiten im Fitnessstudio ein.“ Aber eine kleine Marotte sieht auch Wedemann beim Mann des vergangenen Spieltags: „Er kann unglaublich schlecht verlieren.“

Umso schöner also für alle, wenn Scharnhorst gewinnt. Und das haben Wedemann und Cildir auch am Sonntag im nächsten Derby beim VfR Sölde (live ab 15 Uhr bei uns im Stream) vor. „Es wird ein interessantes Spiel, aber ich habe im Gefühl dass wir gewinnen werden“, sagt Cildir. An den Klassenerhalt glauben alle in Scharnhorst fest. Und wie es danach weitergeht? Das weiß auch der Allrounder noch nicht so genau. „Ich brauche noch etwas Zeit, um zu entscheiden wie es nach der Saison weitergeht“, erklärt Cildir. Sollte die Antwort darauf am Ende nicht Alemannia heißen, wären sicher viele Scharnhorster traurig über den Verlust.

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