Die Vier im Westen freuen sich auf eine Bezirksliga-Saison der Derbys

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Rot Weiß Germania, Mengede 08/20, Blau Weiß Huckarde, Westfalia Huckarde - vier Dortmunder West-Klubs in einer Bezirksliga. Hört sich gut an, oder? Auf jeden Fall, finden alle vier Trainer.

Dortmund

, 16.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es fällt Thomas Faust hörbar schwer, den Konjunktiv mal beiseite zu lassen. Das ewige „Hätte“, „Könnte“ und „Würde“ der vergangenen Wochen hat den Trainer von Blau Weiß Huckarde zurückhaltend werden lassen. „Und bevor ich das nicht schriftlich habe, ist der Aufstieg in die Bezirksliga für mich noch nicht beschlossene Sache.“

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Aber dann lässt sein Optimismus den Trainer des Tabellenführers der Kreisliga A doch noch ein wenig ins Schwärmen geraten: „Also, wenn es denn so kommt, dass wir in der nächsten Saison mit vier West-Klubs in einer Bezirksliga antreten, das wäre schon Spitze. Und wenn man den Bogen noch etwas weiter spannt, sieht es ja so aus, dass man eine Bezirksligagruppe nur aus Dortmunder und Lüner Vereinen formen könnte. Das wäre natürlich noch viel attraktiver. Aber ganz klar, die beiden Huckarder Klubs und dann noch Germania und Mengede in einer Gruppe, das gab es, glaube ich, schon lange nicht mehr.“

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Thomas Gerner, Trainer des künftigen Ligakonkurrenten Menge 08/20, sieht es ähnlich. „Schön eng, schön kurze Strecken und ein wenig öfter Derbystimmung. Ob mehr Duelle in der Nachbarschaft meine Spieler noch etwas mehr motivieren werden, das werden wir dann sehen. Weil grundsätzlich ist es ja schon so, dass ich volle Leistung erwarte, egal wo wir spielen. Und das Besondere an Dortmund ist ja auch, dass viele Spieler sich, egal ob sie nun im Westen, Osten, Norden oder Süden der Stadt spielen, gut kennen. Von daher hat jedes Spiel zwischen Dortmunder Klubs in der Liga einen gewissen Derbycharakter.“

Gerner freut sich aber vor allem für die Dortmunder A-Ligisten, die jetzt den Sprung nach oben machen werden. „Für die betroffenen Vereine, die in den vergangenen Wochen dauernd zwischen Himmel und Hölle hin und her gerissen wurden, für die stelle ich mir das sehr zermürbend und kräftezehrend vor, fast jeden Tag mit einem neuen Zukunftsszenario konfrontiert zu werden. Und wenn das schließlich dazu führt, dass wir einen starken Westen in der Liga haben, dann ist das umso besser.“

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Alexander Schwarz, Trainer von Rot Weiß Germania, hat wie sein Huckarder Kollege Thomas Faust vor allem die Dortmunder Perspektive im Blick. „Stadtduelle in der Bezirksliga sind immer gut. Das hat was Besonderes und sicher mehr Brisanz als gegen einen Gegner aus Unna zu spielen. Und es sieht ja ganz so aus, als könnten die Dortmunder und Lüner Klubs Lüner SV II, Wethmar, Brambauer und Alstedde rein zahlenmäßig eine komplette Bezirksligastaffel bestücken. Das wäre schon richtig interessant - für die Mannschaften natürlich, aber auch für die Zuschauer.“

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Und Chris Meschede hat noch genau in Erinnerung, wie er sich eine Bezirksligazusammensetzung gerade nicht wünscht. „Westfalia Huckarde hat ja bis vor zwei Jahren in der Bezirksligastaffel 9 gespielt. Und die war so zusammengesetzt, dass es für uns gerade mal zwei oder drei Derbys gab. Stattdessen jede Menge Gelsenkirchener Vereine - das war echt nicht gut. Und was jetzt geschieht, ist eine Entwicklung hin zu einer geilen Liga.“ Den Dortmunder Zuschauern, da ist sich der Westfalia-Trainer sicher, könne man diese Liga in der Zusammensetzung nur empfehlen.“

Für Meschede ist wichtig, zu den Mannschaften, „gegen die wir dann spielen, auch eine Beziehung zu haben. Vor drei Jahren sind wir in dieser Liga in der Weltgeschichte rumgegurkt. Jetzt hoffen wir auf kurze Wege und viel mehr Attraktivität - im Dortmunder Westen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft sowieso. Und für die ganzen Huckarder ist es natürlich nochmal besonders geil, dass dieses Derby zwischen Westfalia und Blau Weiß jetzt eine Liga höher stattfindet.“

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