Berghofen-Technikerin vor Borussia-Spiel: „Der Rücktritt ist abgehakt. Wir versuchen zu punkten“

Fußball

Die Hinrunde findet für die Fußballerinnen des SV Berghofen mit dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach ein Ende. Der Rücktritt von Co-Trainer Sebastian Middeke spielt keine Rolle mehr.

Dortmund

, 18.04.2021, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für den SV Berghofen steht das nächste Spiel seit dem Re-Start der Saison an.

Für den SV Berghofen steht das nächste Spiel seit dem Re-Start der Saison an.

Die Zweitliga-Damen des SV Berghofen müssen zum Abschluss der Hinrunde erneut reisen. Am morgigen Sonntag (14. 00 Uhr) steht das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach auf dem Spielplan.

Die Berghoferinnen treffen dabei im Abstiegskrimi auf den Erstliga-Absteiger vom Niederrhein.

Verlieren verboten in Mönchengladbach

Die Aufsteigerinnen aus Berghofen belegen zurzeit Platz sechs, der am Ende der Saison die Relegation gegen einen Vertreter aus der Südgruppe bedeuten würde.

Der sonntägliche Gegner hat im bisherigen Saisonverlauf nur einen Zähler weniger geholt und belegt zurzeit mit Platz sieben den ersten Abstiegsplatz. Verlieren verboten heißt es deshalb für das Team von Laura Marienfeld im Duell der unmittelbaren Tabellennachbarn.

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Vor der wichtigen Partie sprachen wir mit der 20-jährigen Lara Plastwich, die seit 2018 ihre sportliche Heimat in Berghofen hat. Die Mittelfeldspielerin hatte zuvor sechs Jahre bei Bayer Leverkusen gespielt. Dort glänzte sie vor allem als Torjägerin in der U-17- Bundesliga: In der Saison 2015/16 knipste Plastwich insgesamt acht Mal, ein Jahr später übertraf sie diese Marke und erzielte neun Saison-Tore.

Während Ihrer Zeit unter dem Bayer-Kreuz bestritt die Studentin auch drei Spiele für die U-18 des Fußballverbandes Mittelrhein. Mittlerweile agiert sie in einer defensiveren Rolle und fühlt sich als Sechser durchaus wohl. „Ich habe meine Stärken sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Insbesondere meine Zweikampfstärke kommt auf der Sechs zur Geltung“, sagt die feine Technikerin.

In Potsdam hat die Kompaktheit gefehlt

Verbesserungsbedarf sieht sie vor allem in ihrem nicht gerade ausgeprägten Kopfballspiel. „Außerdem müsste ich auf dem Platz mehr und auch lautere Kommandos geben“, äußert sich die 20-jährige zu Ihren Schwächen.

In Mönchengladbach gilt es vor allem beim Angriffspressing den Abstand zwischen den einzelnen Ketten nicht zu groß werden zu lassen. „Beim 1:5 in Postdam hat uns die Kompaktheit gefehlt. Wir haben die Fehler intensiv aufgearbeitet, gehen motiviert in die Partie und wollen nicht mit leeren Händen die Heimfahrt antreten“, ergänzt Lara Plastwich.

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Der plötzliche Rücktritt von Trainer Sebastian Middecke ist bei den Spielerinnen kein Thema mehr. „Der Rücktritt ist abgehakt. Mit Leidenschaft, viel Laufarbeit und vor allem Teamgeist werden wir versuchen in Mönchengladbach zu punkten“, sagt Plastwich. Obwohl Lara Plastwich noch auf ihr erstes Zweitligator wartet, denkt sie zuerst an den Teamerfolg: „Aus meiner Zeit bei Bayer Leverkusen kenne ich noch einige Spielerinnen der Borussia, mir ist es aber trotzdem egal wer die Tore erzielt, Hauptsache wir holen drei Zähler in Mönchengladbach.“

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Auch Trainerin Laura Marienfeld unterstreicht die Wichtigkeit der Partie: „Wir wollen bei unserem direkten Verfolger etwas holen. Alle müssen von Beginn an fokussiert sein, damit hinten die Null steht“, sagt Berghofens Trainerin. Sie ist sich der schweren Aufgabe bewusst, zumal mit Anna Spitthoff (Knieprobleme) und Corinna Dubbel (Sperre nach der 5. Gelben Karte) zwei Leistungsträgerinnen ausfallen.

Zudem bangen die Berghoferinnen noch um den Einsatz der angeschlagenen Juliane Wrede, Paula Peck und Leonie Witt. „Wir haben uns einen Fahrplan überlegt, wenn wir den mit viel Teamgeist umsetzen, sind wir trotz der Ausfälle nicht chancenlos“, ergänzt Trainerin Laura Marienfeld.

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