Benjamin Bielmeier vom Hombrucher SV war in Renninghausen nicht nur als Spieler gefordert

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Für den Hombrucher SV war es eine ereignisreiche Zwischenrunde mit zwei Achtmeterschießen. Benjamin Bielmeier (30) sammelte dabei viele neue Erfahrungen - er war gleich doppelt gefordert.

Dortmund

, 07.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Start des Hombrucher SV in den zweiten Zwischenrunden-Tag hätte nicht schlechter laufen können. Zur Halbzeit lag der Landesligist gegen Mengede bereits mit 0:3 zurück. Zwischenzeitlich wirkten die Hombrucher fast schon überfordert mit der Spielfreude der Mengeder. Für HSV-Spieler Benjamin Bielmeier (30) eine schwierige Situation - denn er war am Wochenende doppelt gefordert.

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In der Halbzeit brauchte es eine gute Mannschaftsansprache, um das Team zurück in die Spur zu bringen. Eigentlich ein Job für Trainer Alexander Enke. Doch der konnte sein Team in der Zwischenrunde nicht coachen. Für ihn sprang Benjamin Bielmeier ein. In der Halbzeit versuchte er, seinem Team Mut zu machen.

Mengede überrennt phasenweise schwache Hombrucher

Das eine solche erste Halbzeit mal passieren könne, sagte er seinen Mitspielern. Doch „es ist noch nichts verloren“. Jeder müsse in den zweiten zehn Minuten alles geben und sich „in jeden Zweikampf hauen“.

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Seine Mannschaft vor jedem Spiel und in den Halbzeitpausen immer wieder zu pushen und auf die kommenden Spielminuten vorzubereiten, war für Bielmeier neu. Zwar habe er auch schon mal Ansprachen gehalten, aber eher auf als neben dem Platz, sagte er später. Denn „das ist ansonsten eher Aufgabe des Trainers“.

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Nach den Worten des Spielertrainers ließ der Hombrucher SV jedoch erst mal keine Taten folgen. Erst nach Mengedes viertem Treffer fanden die HSV-Spieler langsam wieder in die Spur, gewannen wieder mehr Zweikämpfe und erspielten sich bessere Torchancen. Dennoch gewann Mengede am Ende verdient mit 5:2. „Sie haben uns überrannt“, sagte Bielmeier später.

„Gegen Brünninghausen haben wir so ein schönes Spiel gemacht“

Über einen Umweg konnten sich die Hombrucher letztendlich dennoch für die Endrunde qualifizieren. „Wir haben uns am Ende das Glück erarbeitet“, erklärte der 30-Jährige. Das fehlte seinem Team aber im ersten Entscheidungsspiel noch. „Gegen Brünninghausen haben wir so ein schönes Spiel gemacht“, stellte er fest. Doch im Achtmeterschießen sorgte die dritte Parade von FC-Torhüter Luca Broda für enttäuschte Hombrucher.

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Erst in der darauffolgenden Partie gegen den TuS Eichlinghofen hatten Bielmeier und seine Mitspieler das Glück auf ihrer Seite. Nachdem Dominic Haake im Achtmeterschießen als erster Hombrucher Spieler noch scheiterte, vergab später TuS-Spieler Marvin Pluck, ehe HSV-Keeper Jan Hennig mit zwei Paraden das Weiterkommen sicherte.

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Nach dem schwachen Start war das das einzig Wichtige. „Das Ziel ist erreicht“, freute sich Bielmeier, der im Laufe der zwei Tage „viel Unterstützung von der Mannschaft erhalten“ hatte. Jeder Spieler im Kader „hat mitgecoacht“. Auch wenn er als Spieler schon immer gerne viel mit seinen Trainern kommuniziert habe, sei die Trainertätigkeit für ihn eine „komplett neue Erfahrung“ gewesen. Sieht man ihn dann bald noch häufiger an der Seitenlinie oder weiterhin nur auf dem Platz? „Ich finde beides ganz gut“, sagte Benjamin Bielmeier nur mit einem Lächeln.

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