Bei Westfalia Wickede sind die Zeitspieler am Werk - Das Tagesgeschäft muss trotzdem laufen

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Acht Punkte hat der Fußball-Westfalenligist Westfalia Wickede bisher erst auf dem Konto. Die Verantwortlichen des Klubs bleiben aber entspannt, weil die Zeit für sie spielt.

Dortmund

, 28.09.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Emre Konya spricht es offen an. Die Lernkurve bei den jungen Leute im Team ist ausbaufähig. „Das war uns aber schon vor der Saison klar. Wir gehen den Weg mit den jungen Spielern aber bewusst und geben ihnen die Zeit“, sagt der Sportliche Leiter des Fußball-Westfalenligisten Westfalia Wickede.

Vier 19-Jährige in der Startelf

Am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl (3:6) standen in Joel Kiranyaz, Don Schreiber, Hakan Cervirme und Fynn Krahn vier 19-Jährige in der Startelf. Robin Wodniok (20) und Armin Mehovic (21) standen ebenfalls beim Anpfiff auf dem Platz.

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Trainer Alex Gocke weiß natürlich, wie wichtig der Faktor Zeit bei der Entwicklung der Talente ist. „Wir spielen aber auch Fußball, um Ergebnisse zu erzielen“, sagt er. Das hat bisher noch nicht ganz so gut geklappt. Mit acht Zählern rangiert das Team auf Rang zehn. „Wir haben drei, vier Punkte zu wenig“, sagt Gocke.

Eine postive Entwicklung

Trotzdem sieht er eine positive Entwicklung bei den Jungs. „Für uns war bei der Verpflichtung der Nachwuchsspieler wichtig, dass sie einen guten Charakter mitbringen und sich im Training voll reinhauen. Das ist bisher gegeben“, sagt Gocke.

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Um die Jungs immer weiter an das gehobene Westfalenliga-Niveau heranzuführen, spielen vor allem die erfahrenen Akteure eine wichtige Rolle. Sie müssen da sein, damit die Talente sich in schwierigen Phasen auch mal an ihre Schulter anlehnen können. Sie müssen aber auch da sein, um die Jungsspunde zu führen, ihnen zu sagen, was sie falsch machen – und das auch mal deutlich.

Routiniers passen sich der Situation an

„Ich finde, Marcel Großkreutz und mein Bruder Anil machen das sehr gut. Sie haben ihren Führungsstil an die jungen Leute angepasst“, sagt Konya. Mit angepasst meint er, dass es nicht immer einfach sei, die Talente zurechtzuweisen. „Ich nehme das nicht nur bei uns wahr. Für mich ist das ein allgemeines Problem. Die Nachwuchsgeneration ist nicht gerade übermäßig selbstkritisch. Manchmal sogar etwas realitätsfern“, sagt Konya.

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Trotzdem ist er von seinen Jungs überzeugt. „Ich weiß schon heute, dass wir in der kommenden Spielzeit in unser elftes Westfalenliga-Jahr gehen werden. Wir dürfen nur unser Tagesgeschäft nicht vernachlässigen.“

Sieg gegen Gerlingen wäre wichtig

Das Tagesgeschäft heißt am Sonntag (15.15 Uhr, Fränkischer Friedhof 75, 44319 Dortmund) FSV Gerlingen. Das Team rangiert mit fünf Zählern auf Rang 14. „Hier wäre natürlich ein Sieg wichtig, um sich von den unteren Regionen weiter zu entfernen, um weiter in Ruhe arbeiten zu können“, so Konya.

Gocke hat den Gegner einmal beobachten lassen und warnt seine Spieler davor, den Konkurrenten zu unterschätzen. „Die haben gestandene Westfalenliga-Spieler wie David Ohm oder Philipp Bredebach in ihren Reihen“, sagt Gocke. Wickedes Neuzugang Kevin Franzen ist nach seiner Oberschenkelzerrung auf einem guten Weg und könnte eine Alternative für Sonntag sein. Er gehört in die Kategorie Routiniers.

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