Barcelona als Warnung: Türkspor will auch Rückspiel in Gelsenkirchen gewinnen

Aufstiegsrelegation zur Bezriksliga

5:1 hat Türkspor das Hinspiel in der Relegation zur Bezirksliga gegen Eintracht Gelsenkirchen gewonnen. Da sollte das Rückspiel am Donnerstag eigentlich nur noch Formsache sein. Ist es aber nicht.

Dortmund

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Barcelona als Warnung: Türkspor will auch Rückspiel in Gelsenkirchen gewinnen

Jubelt Türkspor am Mittwochabend über den Aufstieg in die Bezirksliga? © Stephan Schuetze

Den ersten Schritt in Richtung Bezirksliga haben sie bei Türkspor Dortmund bereits am vergangenen Sonntag gemacht. Mit 5:1 gewann der A-Ligist das Relegationshinspiel zu Hause gegen die SG Eintracht Gelsenkirchen. Am Donnerstag (19 Uhr, Haidekamp 75, 45886 Gelsenkirchen) „wollen wir nun endgültig die Ziellinie überqueren“, sagt Kara. „Wir alle im Verein haben so viel für den Aufstieg investiert, jetzt wollen wir uns einfach belohnen.“

Dass nach dem deutlichen Hinspielerfolg, Türkspor dürfte sich in Gelsenkirchen sogar eine 0:3-Niederlage erlauben, noch etwas schief laufen könnte, erscheint ob der Leistungen der vergangenen Wochen mit den Siegen gegen Gelsenkirchen und zuvor den VfB Lünen (4:2) eher unwahrscheinlich. Und doch wird Kara nicht müde, darauf hinzuweisen, dass im Fußball vieles, manchmal sogar Unmögliches möglich ist.

Bayer 05 Uerdingen hat mal in den 80er-Jahren im Europapokal nach einem 1:3-Rückstand noch 7:3 gegen Dynamo Dresden gewonnen. Die vielen Wunder von der Weser bleiben unvergesslich. „Und zuletzt“, betont der Trainer, „hat Liverpool im Champions-League-Halbfinale Barcelona nach einem 0:3 im Hinspiel ausgeschaltet. Das sollte uns Warnung genug sein.“

Türkspor will auch in Gelsenkirchen in die Offensive gehen

Er habe in den vergangenen Tagen viele Einzelgespräche mit Spielern geführt und dabei den Eindruck gewonnen, dass „jeder weiß, was zu tun ist“, sagt Kara. Seine Mannschaft werde auch nicht mit der Einstellung in die Partie gehen, auf ein 0:0 zu spielen. „Das liegt uns auch gar nicht, unsere Stärken liegen in der Offensive“, betont Kara.

Und so wird er seine Elf in die Partie schicken, als müsse sie gewinnen. Zumal Gelsenkirchen, immerhin Meister seiner Staffel, ebenfalls als sehr angriffsstark gilt und in der abgelaufenen Spielzeit die 100-Tore-Marke geknackt hat.

„Man solle keinen Gegner unterschätzen“, sagt auch Türkspor-Kapitän Durmus Aydin. „Das ist Fußball, man weiß nie, was passiert. Wir fahren mit breiter Brust dorthin und versuchen, die Null zu halten. Und dann ist der letzter Schritt geschafft.“

Mannschaft soll das Hinspiel ausblenden

Das Hinspiel müsse man ausblenden, sagt Kara. „Ich hätte weniger Bauchschmerzen, wenn wir am Sonntag nur 0:0 gespielt hätten.“ Wirklich? 0:0 statt 5:1. „Na gut“, sagt Kara und muss selbst ein bisschen lachen. „So schlecht ist das Ergebnis auch nicht.“

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Die Voraussetzungen stimmen also, zumal dem Coach bis auf Osman Kumac, der wegen Oberschenkelproblemen auszufallen droht, der gesamte Kader zur Verfügung steht. Allerdings, so Kara, schleppe sich seine Mannschaft auf der letzten Rille in Richtung Ziellinie.

„Die Jungs sind grün und blau“, beschreibt der Türkspor die Wehwehchen seiner Spieler recht bildlich. Nach dem Spiel dürfen diese dann in Ruhe auskuriert werden. Bis dahin heißt es noch einmal Zähne zusammenbeißen und den letzten Schritt gehen.

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