Alemannia Scharnhorst gegen TuS Hannibal - es geht für beide Vereine um alles

Fußball-Bezirksliga

Alemannia Scharnhorst und der TuS Hannibal stehen sich im Kellerduell gegenüber. Für beide Teams gilt: Verlieren verboten.

Dortmund

, 13.04.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alemannia Scharnhorst gegen TuS Hannibal - es geht für beide Vereine um alles

Für Mustapha Hamdaoui (M.) und den TuS Hannibal geht es am Sonntag im Bezirksliga-Kellerduell gegen Scharnhorst vielleicht schon um die letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt. © Laryea

Der Abstiegskampf in der Fußball-Bezirksliga geht in die entscheidende Phase. Auf der Sportanlage „Am Holzgraben“ stehen sich am Sonntag (15. Uhr, Friedrich-Hölscher-Straße 280, 44328 Dortmund) Aufsteiger Alemannia Scharnhorst und der TuS Hannibal gegenüber. Es ist ein Lokalduell der Kellerkinder.

Beide Mannschaften schweben in akuter Abstiegsgefahr. Die Alemannia belegt zurzeit Platz 14 und hat einen Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. Noch schlechter sieht die momentane Situation für den TuS Hannibal aus. Der Rückstand auf Platz 13, den derzeit Union Lüdinghausen belegt, beträgt derzeit satte vier Zähler. „Für uns beginnen die Wochen der Wahrheit. In den nächsten drei Spielen treffen wir auf den TuS Hannibal, Union Lüdinghausen und den Dorstfelder SC. Nach den Partien gegen die unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf werden wir sehen, ob es für den Klassenerhalt reicht“, sagt Scharnhorsts Trainer Marcus Wedemann.

Wedemann, der die Alemannia nach der Saison verlassen wird und eine Pause einlegt, will sich – wenig überraschend – mit dem Liga-Erhalt verabschieden. „Wir wissen um die Qualitäten von Hannibal. Vor allem die Offensive mit Choukry El Bahat Bouzekry und Mahmoud Najdi gilt es in den Griff zu kriegen“, sagt der Trainer.

Alemannia hat einen vollen Kader

Die Gastgeber bauen vor allem auf Torhüter Jonas König, der sich seit Wochen in starker Form präsentiert und ein sicherer Rückhalt ist. Auch ansonsten kann die Alemannia optimistisch an die Aufgabe herangehen, stehen Wedemann doch alle Akteure zur Verfügung. Auch die zuletzt angeschlagenen Rudi Tuktuganov und Max Niggemann sind wieder fit. Wedemann hätte nichts gegen eine Wiederholung des Ergebnisses aus dem Hinspiel einzuwenden. „In einem schwachen Spiel haben wir glücklich mit 2:1 gewonnen“, erinnert sich der Scharnhorster Coach. Damals, im Oktober des vergangenen Jahres trafen Bilal Cildir und Patrick Wedemann für die Alemannia, Mohamed Amhaouach hatte Hannibal zuvor in Führung gebracht.

Der Gegner TuS Hannibal wartet seit vier Spielen auf einen Dreier. Zwei Unentschieden und zwei Niederlagen lautete die Bilanz der letzten vier Begegnungen. Bei der Mannschaft aus der Nordstadt droht der Ausfall von Kapitän Ibrahim Berro. Der Innenverteidiger klagt seit Wochen über Probleme mit der Hüfte.

Hamsa Berro: „Wir müssen liefern“

„Das Derby ist schon fast unsere letzte Chance. Wir bekommen entweder den Tod oder Gladiolen“, nimmt Hannibals Trainer Hamsa Berro Anleihen beim früheren Bayern Trainer Louis van Gaal. Er schätzt bei einer erneuten Niederlage die Chancen auf den Ligaerhalt als wenig realistisch ein. „Die Einstellung ist entscheidend. Wir müssen liefern, die Zeit der Ausreden ist vorbei“, setzt Berro seine Mannschaft unter Druck.

Hannibals Übungsleiter erwartet eine geschlossen auftretende Scharnhorster Mannschaft, die über das Kollektiv kommt. „Es wird eine Partie auf Augenhöhe. Die Mannschaft mit dem größeren Siegeswillen und der besseren Einstellung wird am Ende des Tages den Dreier einfahren“, prognostiziert Hamsa Berro.

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