Ab wann wird eine Saison gewertet? Der Kreis Dortmund geht vielleicht einen eigenen Weg

dzFußball

Die 50-Prozent-Regel ist Teil der Spielordnung. 50 Prozent der Spiele müssen absolviert werden, damit eine Saison gewertet werden kann. Der Verband und der Kreis legen die Regel anders aus.

Dortmund

, 22.11.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die neue Regel in der Spielordnung wurde wegen der vergangenen Spielzeit installiert. Die wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen und die Verbände wussten nicht, wie sie die Auf- und Absteiger bestimmen sollten. Schließlich gab es keine Absteiger. Die Meister und die Halbzeitmeister stiegen auf.

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Die 50-Prozent-Regel soll das in Zukunft verhindern. „Es ist keine komplett gespielte Hinrunde zwingend nötig, damit die Saison gewertet wird. Die absolvierten Partien aller Mannschaften bis zum 30. Juni müssen einfach nur 50 Prozent aller Spiele ergeben. Damit ermitteln wir mit der Quotientenregel die Auf- und Absteiger. Es ist also egal, wie häufig eine einzelne Mannschaft gespielt hat“, sagt Manfred Schnieders, Vize-Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW).

Die Vereine wundern sich

Viele Vereine wundern sich über diese Auslegung, weil sie davon ausgegangen sind, dass alle eine komplette Hinrunde gespielt haben müssen. Die große Frage jetzt: Deutet der Fußballkreis Dortmund die 50-Prozent-Regel identisch zum FLVW? Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Andreas Edelstein, stellvertretender Kreisvorsitzender, stellt zumindest infrage, ob der Kreis es so handhabt, wie der FLVW es ab der Bezirksliga machen wird.

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„Nach meinem Verständnis ergibt die Wertung einer Spielzeit nur dann einen Sinn, wenn jede Mannschaft zumindest einmal gegen jede andere gespielt hat. Und so kann man die 50-Prozent-Regel auch deuten“, sagt Edelstein. Das ist erstmal seine private Meinung. In einer Sitzung mit dem Kreis-Vorstand will er das Thema erörtern.

Der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski sagt, dass der Fußballkreis Dortmund bisher den Vorgaben des Verbandes in der Regel immer folgt und diese mitträgt. Für ihn sei es aber eigentlich auch klar gewesen, dass wenigstens jedes Team einmal gegen alle anderen gespielt haben muss, um die Saison zu werten.

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„Wenn es wieder zu einer Sitzung des FLVW-Präsidiums mit den Kreisvorsitzenden kommt, werde ich das Thema definitiv ansprechen“, sagt Grondziewski. Zuvor wird er zusammen mit Edelstein und den restlichen Kreis-Vorstandsmitgliedern das Thema besprechen. Vielleicht gibt es dann in den Dortmunder Kreisligen andere Regelungen als in den Ligen ab der Bezirksliga.

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