420 Absagen in Westfalen – Jetzt treffen sich FLVW-Vorstand und die Kreisvorsitzenden

dzFußball

Wochenende für Wochenende fallen Fußballspiele in Westfalen aus. Mal kurzfristig, mal mit Vorlauf. So bewertet der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) die Lage.

Dortmund

, 22.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tabelle der Fußball-Bezirksliga 8 ist arg verzerrt. Da hat die DJK TuS Körne schon sieben Partien absolviert - zehn Mannschaften aber auch erst fünf. Ähnliches Bild in der Oberliga Westfalen. Der SV Schermbeck ist bisher sechs Mal angetreten, der FC Eintracht Rheine dagegen schon neun Mal.

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Die hohe Anzahl an ausgefallenen Partien ist vor allem in der Oberliga Westfalen ein Problem. Den Vereinen steht schon regulär ein Mammutprogramm mit 40 (!) Spieltagen inklusive sechs Englischer Wochen bevor. Und schon jetzt gibt es unzählige Nachholspiele.

90 Minuten Fahrtzeit zu Auswärtsspielen

Und in dieser Liga beträgt die Anfahrtszeit zu einem Auswärtsspiel auch schon einmal 90 Minuten. Diese Anfahrtszeit an einem Nachholspieltag unter der Woche wäre kein Leckerbissen. Manfred Schnieders, Vizepräsident des FLVW, bleibt weiter gelassen. „Ich denke, dass die Zahl überschaubar ist und die Mannschaften das hinbekommen werden“, sagt Schnieders.

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Am Donnerstag treffen sich der FLVW-Vorstand und alle Kreisvorsitzenden aus Westfalen zu einer virtuellen Konferenz. Steht das Thema Saisonabbruch auf der Agenda? „Nein, es gibt nur einen Austausch zwischen Vorstand und Kreisvorsitzenden“, sagt Schnieders, „wir wollen uns nur ein Stimmungsbild einholen und schauen, was wir vielleicht verbessern können, oder wer Hilfe benötigt. Es wird keine Beschlüsse geben. Ich sehe auch keinen Grund dafür.“

Das sind nur 1,6 Prozent

Dann fängt Schnieders an vorzurechnen. Seit Saisonbeginn gab es in Westfalen rund 26.000 Partien, davon wurden 420 abgesagt. „Da liegen wir gerade einmal bei 1,6 Prozent aller Spieler. Das ist für mich keine besorgniserregende Zahl“, sagt Schnieders. Deshalb hofft er, dass die Spielzeit nach heutigem Stand normal zu Ende gespielt wird.

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„Wenn wir einigermaßen durch den Herbst und Winter kommen und die Zahlen sich bis zum Frühling nicht drastisch erhöhen, bin ich guter Dinge“, sagt Schnieders. Er sei auch mit dem überwiegenden Teil aller Klubs zufrieden, wie sie sich in der Corona-Zeit verhalten. „Klar, es gibt auch Vereine, die mehr in Sachen Hygieneregeln machen könnten. Aber insgesamt halten sich fast alle an die Vorschriften“, sagt Schnieders.

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