34 oder 40 Spiele - für den lang ersehnten ASC-Rückkehrer macht das keinen Unterschied

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Die Verletzungspause für einen Leistungsträger ist vorbei: Beim Test des ASC Dortmund bei der U19 des VfL Bochum stimmte am Donnerstag nicht allein das Ergebnis.

Dortmund

, 02.08.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

ASC-Trainer Antonios Kotziampassis war nicht nur mit dem Spiel seiner Mannschaft einverstanden, sondern auch mit der Leistung eines lang erwarteten Rückkehrers zwischen den Pfosten. „Eine Halbzeit hat er gespielt und gleich gezeigt, wie wichtig es sein kann, so einen erfahrenen Keeper zu haben.“

Gemeint war Torwart Jan Held, der wegen einer Schambeinentzündung seit Januar pausieren musste. „Ganz klar, es hat sich wirklich gut angefühlt, endlich wieder zu spielen“, sagt Held. „Dass es obendrein zu Null war, umso besser.“

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Noch bei den Hallenstadtmeisterschaften im Januar hatte der ASC-Keeper gespielt, obwohl er schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr beschwerdefrei war. Nach der Halle und ihrer besonderen Beanspruchung des Körpers ließen die Leistenschmerzen, die ihn zuvor schon länger geplagt hatten nicht mehr nach und strahlten in der Folge auch auf das Schambein aus.

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Trainingsversuche scheiterten, und dann kam die Corona-Krise und für Jan Held die Chance, sich vollständig auszukurieren. Das hat er getan und sich schon Ende Mai das Gefühl erarbeitet, wieder richtig fit zu sein.

„Daran hat sich in den Wochen, die noch folgten, zum Glück auch nichts mehr geändert“, sagt Held. „Keine Rückschläge, bei keiner Belastung waren Schmerzen da. Es ging kontinuierlich bergauf.“ Trotzdem fanden die beiden erste Testspiele des ASC gegen die U19 des BVB (1:6) und den Neu-Westfalenligisten Borussia Dröschede (2:2) noch ohne ihn statt.

Jan Held ist zurück im Tor des ASC.

Jan Held ist zurück im Tor des ASC. © Folty

„Es macht eben schon einen Unterschied, wenn du nach so langer Pause wieder voll ins Training einsteigst, wie wir das alle am 20. Juli getan haben. Die Belastung ist eine ganz andere als wenn du nur läufst. Aber bei mir wurde die gesteigerte Beanspruchung auch nochmal muskulär stark im Oberschenkel spürbar. Darum haben wir entschieden, dass ich in den ersten beiden Testspielen noch pausiere“, sagt Held.

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Samir Habibovic, sportlicher Leiter des ASC, sieht auf jeden Fall in den beiden verpassten Testspielen kein Problem. „Wir sind jetzt einfach froh, dass er wieder dabei ist. Denn wann seine Rückkehr möglich sein würde, das war lange Zeit nicht abzusehen.

In den ersten 45 Minuten zwischen den Pfosten nach der Pause hat Held aus Sicht von Antonios Kotziampassis „ein tolle Leistung gezeigt“. Und was hat dem Trainer besonders gefallen? „Dass er gleich wieder die richtige Ansprache für seine Hintermannschaft gefunden hat. Er hat dirigiert und die Jungs vor sich richtig eingestellt.“

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Held sieht sich dazu ganz klar in der Pflicht. „Im Spiel in Bochum hatte ich bis auf Innenverteidiger Jan Friedrich in der Viererkette vor mir drei Neue, die alle noch ziemlich jung sind. Ich hab den Jungs vorher gesagt: Macht hier euer Ding. Wir haben jetzt zwei Spiele, in denen wir spielerisch nicht überragend waren. Jetzt ist es mal wieder an der Zeit, dass wir über den Kampf und die Einsatzbereitschaft kommen. Und das haben sie super angenommen.“

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Auch wenn Held in der 2. Halbzeit Platz machte für Youngster Gian Loris Zetzmann unterscheiden sich die Ansprüche, die er heute an sich selbst stellt, kaum davon, wie er es vor zwei Monaten für sich formuliert hat. „Ich habe den Ehrgeiz, einfach alle 34 Spiele einer Saison zu machen und nicht wieder wegen irgendwas pausieren zu müssen“, sagte Held damals. Nur aus den 34 Spielen sind in der Oberliga mittlerweile sechs mehr geworden. Held lacht: „Aber die 40 nehm ich auch mit.“

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