2:3 in Ennepetal und wieder ein Verletzter - Der nächste Tiefpunkt für Brünninghausen

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Brünninghausen verliert in der Oberliga das fünfte Spiel in Serie – und wohl den nächsten Leistungsträger. Immerhin trifft der FCB mal wieder das Tor, doch die Abwehr bereitet große Sorgen.

Dortmund

, 14.04.2019 / Lesedauer: 3 min

TuS Ennepetal - FC Brünninghausen 3:2 (1:0) – Rudi Völler hat sich damals im Fernsehstudio fürchterlich aufgeregt: „Die Geschichte mit dem Tiefpunkt und noch mal ein Tiefpunkt. Da gibt‘s nochmal einen niedrigeren Tiefpunkt“, sagte der damalige Bundestrainer nach einem 0:0 in Island in einer legendären Wutrede.

Was das Ganze mit dem FC Brünninghausen zu tun hat? Nun, wie soll man die fünfte Niederlage in Serie und die immer düstere Situation im Abstiegskampf der Oberliga Westfalen anders nennen, als einen weiteren Tiefpunkt? Zumal sich die personelle Situation weiter zuspitzt.

Borchmann und Kluy in der Startelf

Schon die Startaufstellung verriet, was beim FCB momentan los ist. Mit Trainer Maximilian Borchmann und dem Sportlichen Leiter Andreas Kluy standen zwei Akteure von Beginn an auf dem Platz, die vor der Saison eigentlich gar nicht mehr als Spieler eingeplant waren. Auf der Bank nahmen zwei U19-Spieler Platz sowie der verletzte Onur Tekin und der angeschlagene Amin Adbib.

Trotzdem hielt Brünninghausen beim schwächsten Rückrundenteam (neun Spiele, zwei Punkte) gut mit, auch wenn die Viererkette aus Sebastian Schröder, Sebastian Lötters, Can Sakar und Andreas Kluy mit den vielen langen Bällen der Gastgeber ihre Probleme hatte. Nur ein Ball rutschte durch, Botan Mermer traf aus dem Rückraum zum 0:1-Pausenrückstand (36.).

Gute Phase nach der Pause

Dass der FCB offensiv immer noch Qualität besitzt, zeigte die Phase nach der Pause, als erst Florian Gondrum den Ausgleich erzielte (53.), danach einen Freistoß an die Latte jagte und Arif Et den Ennepetaler Torhüter prüfte: „Das war unsere beste Phase“, sagte Borchmann. Doch mitten in diese hinein schlugen die Gastgeber doppelt zu.

Zwei Fehler ließen den Ball vor dem Brünninghauser Strafraum in den Fuß von Florian Gerding fallen – und der schoss die Kugel humorlos in den Knick (60.). Und als Tim Dosedahl zwei Minuten später eine Ecke zum 3:1 einköpfte, schien die Partie entschieden (62.).

Saka trifft - und muss verletzt raus

Doch der FCB kam noch einmal zurück. Bevor Nino Saka sich mit muskulären Problemen auswechseln ließ, drückte er noch eine Hereingabe von Robin Gallus über die Linie (71.).

Es folgte die letzte Drangphase der Dortmunder, die ihren Höhepunkt in einem Abschluss des eingewechselten Adbib aus sieben Metern fand – den TuS-Keeper Marvin Weusthoff aber parieren konnte: „Ich kann den Jungs wenig vorwerfen“, sagte Borchmann, „sie sind gerannt, haben gefightet, aber wir haben im Moment nicht die Qualität, so ein Spiel ohne Gegentor über die Bühne zu bekommen.“

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FCB: Alisic - Schröder, Lötters, Sakar, Kluy - Gallus, Borchmann (64. Adbib), Dudda, Gondrum, Saka (73. Newman)- Et Tore: 1:0 Mermer (36.), 1:1 Gondrum (53.), 2:1 Gerding (60.), 3:1 Dosedal (62.), 3:2 Saka (71.)
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