2019 klopfte noch ein Erstligist an: Maxi Podehl erklärt, warum er beim ASC verlängert hat

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Nachdem er 2019 noch bei einem Erstligisten mittrainiert hatte, hat Maximilian Podehl nun beim ASC 09 verlängert. Die Entscheidung, nicht in eine höhere Liga zu wechseln, bereut er nicht.

Dortmund

, 26.01.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Für Maximilian Podehl (22) und den ASC 09 Dortmund läuft die Saison bislang nicht wie geplant. Letzte Saison verpassten sie noch knapp den Aufstieg in die Regionalliga, jetzt müssen sie in Aplerbeck aufpassen, nicht in den Tabellenkeller zu rutschen. Nun hat der ASC-Stürmer wenige Wochen vor dem Rückrundenstart ein Zeichen gesetzt und seinen Vertrag verlängert. Im Interview spricht der 22-Jährige über die Gründe für seine Verlängerung und was in der Rückrunde besser laufen muss. Außerdem erklärt er, warum er sich nicht darüber ärgert, dass er im Sommer nicht in eine höhere Liga gewechselt ist.

Herr Podehl, wie schwer war es, Sie von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen?

Es war ein offenes Gespräch. Ich weiß ja, was ich bei Aplerbeck habe. Man merkt, die Infrastruktur wird besser. Der Verein will etwas bewegen. Und ich will auch etwas bewegen. Die Entscheidung war daher nicht so schwer.

2019 klopfte noch ein Erstligist an: Maxi Podehl erklärt, warum er beim ASC verlängert hat

Freude über die Verlängerung: Links Maxi Podehl, rechts der Sportliche Leiter Emre Konya. © ASC

Wann gab es die ersten Gespräche zwischen Ihnen und Samir Habibovic (Sportlicher Leiter, Anm. d. Red.)?

Das erste Gespräch war schon im Dezember angesetzt. Aber wegen der Trainersuche wurde es dann auf diese Woche (20. bis 26. Januar) gelegt. Ich wusste ja schon im Dezember, was auf mich zukommt. Ich konnte mir schon denken, dass Aplerbeck mit mir verlängern wollte.

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Der ASC hat mit Antonios Kotziampassis nun bereits den dritten Trainer in dieser Saison. Erschweren solche Trainerwechsel die Gespräche mit dem Verein?

Natürlich ist es wichtig, wer Trainer ist. Mir persönlich ist es wichtig, dass der Trainer hinter mir steht. Dass es nun schon der dritte Trainer ist, ist nicht sehr geil. Wenn Trainer oft gewechselt werden, muss man auch die Mannschaft infrage stellen. Es liegt nicht immer am Trainer. Wir sind jetzt in der Pflicht.

Sie konnten noch nicht so viel mit Kotziampassis trainieren.

Ich habe jetzt eine Woche mit ihm mittrainiert. Dann musste ich am 10. Januar an der Hand operiert werden. Die Fäden wurden am Donnerstag gezogen, ich hoffe, dass ich Montag wieder einsteigen kann. Ich würde am liebsten schon jetzt wieder mittrainieren, aber das ist vielleicht noch ein, zwei Tage zu früh.

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Wie ist Ihr bisheriger Eindruck von Ihrem neuen Übungsleiter?

Ich habe einen guten Eindruck vom Trainerteam. Er (Antonios Kotziampassis, Anm. d. Red.) ist auf jeden Fall ein 100-Prozent-Typ, will immer Vollgas. Das Training war bislang sehr laufintensiv. Er will immer 100 Prozent beim Training. Ihm ist die Trainingsbeteiligung sehr wichtig. Er will nicht nur, dass man sonntags beim Spiel glänzt, sondern auch bei den Trainingseinheiten. Das finde ich sehr gut.

Die Saison des ASC war bislang enttäuschend. Warum haben Sie dennoch verlängert?

Meine Hinrunde war auch nicht so wie erwartet. Es lief nicht so gut für mich, ich habe wenig Tore gemacht. Daran werde ich aber als Stürmer gemessen. Die Mannschaft steht zwar im Vordergrund, aber mein persönliches Ziel ist es natürlich, die Hütten vorne zu machen. Ich hab jetzt ein gutes Gefühl, auch für das nächste Jahr. Wir müssen nun als Team und als Verein ein großes Zeichen setzen. Natürlich will man oben mitspielen. So wie die Saison begonnen hat, war es schlecht. Für die Rückrunde ist angesetzt, hochzukraxeln, Punkte zu sammeln und nicht abzusteigen.


Im vergangenen Jahr hatten Sie auch Angebote von höherklassigen Mannschaften. Gab es seitdem noch mal Kontakt mit anderen Vereinen?

Ehrlich gesagt, wenig. Wenn man als Stürmer keine Hütten macht, ist die Aufmerksamkeit nicht so auf einen gezogen. Man steht dann auch nicht so oft in der Zeitung. Viele Gespräche gab es jetzt nicht. Ein Wechsel innerhalb der Oberliga wäre auch nichts für mich. Da möchte ich lieber etwas mit dem ASC erreichen.

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Wie sieht Ihre Planung für die Zukunft aus?

Ich würde gerne noch mal irgendwann höher spielen. Was natürlich überragend wäre, wäre ein Aufstieg mit Aplerbeck.

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Sie absolvierten 2019 unter anderem ein Probetraining bei einem belgischen Erstligisten. Ärgern Sie sich im Nachhinein, dass sie im Sommer nicht gewechselt sind?

Ich bin nicht traurig darüber. Da ging es auch um meine Ausbildung, die ich nun erfolgreich abgeschlossen habe. Ich bin stolz, das fertig gemacht zu haben. Daher bin ich mir nicht nachtragend. Ich finde, ich habe alles richtig gemacht. Ich weiß, zu was ich in der Lage bin. Wenn man als Stürmer viel trifft, kommt alles von alleine. Ich mache mir da selber keinen Druck. Ich weiß aber, dass ich in der Rückrunde abliefern und mehr Tore schießen muss. Mit dem neuen Vertrag habe ich auch ein Zeichen gesetzt, dass wir jetzt alle Vollgas geben müssen.

Wie viele Tore haben Sie sich in der Rückrunde als Ziel gesetzt?

Ich habe kein Ziel. So etwas mache ich nicht. (lacht)

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