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Gibt’s doch gar nicht: Dorstener Rennfahrer zu laut für den Nürburgring

dzMotorsport

Das ist auch noch nicht vielen passiert: Der Dorstener Oliver Sprungmann war mit seinem Ford Mustang zu laut für den Nürburgring.

Dorsten

, 22.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Beim ADAC-Total-Qualifikationsrennen nutzte der Dorstener Oliver Sprungmann am Wochenende die letzte Möglichkeit, um seinen Ford Mustang GT „Bullitt“ fürs legendäre 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings zu testen. Diesmal war Sprungmanns Auto nicht nur optisch eines der auffälligsten. Schon beim ersten Herausfahren aus der Box des OVR Racing-Teams überraschte er die Fangemeinde mit einem infernalischen Sound. Zu infernalisch, wie die Rennleitung befand. Nach nur wenigen Runden nahm sie den Ford Mustang aus dem Rennen - er war um zwei Dezibel zu laut.

Gibt’s doch gar nicht: Dorstener Rennfahrer zu laut für den Nürburgring

Weil der Ford Mustang des OVR Racing Teams zwei Dezibel zu laut war, wechselte das Serviceteam in nur 25 Minuten die komplette Abgasanlage aus. © Horst Lehr

Jetzt war das Serviceteam gefragt, und es zeigte, was es drauf hat. In nur 25 Minuten wechselten die Mechaniker die komplette Abgasanlage des Fahrzeugs aus, und um 19.45 Uhr konnten Sprungmann und Co wieder zum Training auf die Strecke.

Der Mustang wurde grundlegend überarbeitet

Über die Wintermonate hinweg war der Mustang erneut grundlegend überarbeitet worden. Carbon-Teile sorgten für eine erhebliche Gewichtsreduzierung, und auch der neue Heckspoiler machte sich beim ersten VLN-Lauf in diesem Jahr positiv bemerkbar. Darüber hinaus gelang es dem OVR Racing-Team, auch das Leistungspotenzial des 5.0-l-V8 Boliden zu steigern und das typisch amerikanische „Muscle Car“ damit noch konkurrenzfähiger zu machen.

Beim Rennen am Sonntag fuhr Oliver Sprungmann den dritten Stint, stieg also als dritter Fahrer nach seinen Teamkollegen Ralph Caba und Patrick Rehs ins Cockpit. Mittlerweile hatte sich das Wetter stabilisiert, und Sprungmann konnte den Mustang auf trockener Strecke und bei relativ wenig Verkehr an der Leistungsgrenze bewegen. Doch auch er selbst sollte noch zwei „Grenzerfahrungen“ machen.

Schneller Porsche, heiße Flasche

Bei der ersten schoss ein Porsche im Streckenabschnitt „Fuchsröhre“ an ihm vorbei, kurz bevor er selbst einlenken wollte. „Ich sah plötzlich direkt neben mir einen der schnellen Porsche und konnte meinen Wagen nur noch auf der allerletzten Rille abfangen und so eine Kollision vermeiden“, berichtete er später erleichtert. Doch es ging weiter heiß her.

Sprungmanns Trinkflasche löste sich während des Rennens samt Versorgungsschlauch aus der Halterung und heizte sich auf dem heißen Wagenboden schnell auf etwa 50 Grad auf. Als Sprungmann einige Zeit später auf der „Döttinger Höhe“ endlich wieder den Schlauch zu fassen bekam, gönnte er sich einen tiefen Schluck und hatte nur noch einen Gedanken: „Eis!“

Gibt’s doch gar nicht: Dorstener Rennfahrer zu laut für den Nürburgring

Der Ford Mustang GT "Bullitt" des OVR Racing Teams ist am Nürburgring diesmal nicht nur optisch eines der auffälligsten Autos gewesen. © Horst Lehr

Das konnte er dann beim Boxenstopp nach seiner achten Runde genießen, und zwar länger, als ihm lieb war. Das Display des Ford Mustangs hatte einen Totalausfall. Das Team ersetzte eine durchgebrannte Sicherung, die aber unter Spannung sofort wieder ausfiel. Die Ursache war mit einem Schaden an der Ölpumpe zur Kühlung des Hinterraddifferentials die Ursache schnell gefunden. Doch um weitere Folgeschäden zu vermeiden, zog das Team den Wagen etwa Stunde vor Rennende zurück.

Generalprobe stimmt zuversichtlich

Sprungmann, der bei seinem Einsatz acht saubere Runden nur knapp unter seiner Bestzeit des Vorjahres gefahren war, hätte gerne noch weitergemacht. „So frei zu fahren, macht richtig Spaß. Bis zum Ausfall passte alles gut“, sagte er später und gab sich mit Blick aufs 24-Stunden-Rennen am Fronleichnams-Wochenende optimistisch: „Wenn die Generalprobe daneben geht, wird die Premiere meistens ein Erfolg.“

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