SV Schermbeck bleibt ungeschlagen, aber sieglos

dzFussball

Im dritten Saisonspiel spielte der SVS in der Oberliga zum dritten Mal remis. Dabei wäre für die Elf von Trainer Sleiman Salha in Rhynern am Sonntag deutlich mehr drin gewesen.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 27.09.2020, 19:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum zweiten Mal hat es der SV Schermbeck verpasst, auswärts drei Punkte zu holen. Bei der Westfalia Rhynern langte es nur zu einem 1:1, obwohl die Salha-Elf noch überlegener war als in Ennepetal.

Oberliga Westfalen

Westfalia Rhynern - SV Schermbeck

1:1 (1:0)

So richtig konnte sich bei den Schermbeckern auch niemand über den Punkt freuen, sagte Salha „In der Kabine herrschte eine miese Stimmung wie nach einer Niederlage. Die Mannschaft wusste, dass sie hier zwei Punkte liegen gelassen hat.“

Die Gäste hatten die deutlich bessere Spielanlage. Salha konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Da kann man sehen, dass wir auf einem ordentlichen Platz viel besser spielen als zuhause.“

Schon in der achten Minute hätten die Gäste in Führung gehen können, als Dominik Hanemann frei aufs Rhynener Tor lief. Er scheiterte aber am Schlussmann Jan Trahe, der einen exzellenten Tag erwischt hatte. Nur sechs Minuten später gingen die Gastgeber in Führung. Nach einer Ecke wurde der Ball auf den zweiten Pfosten verlängert, wo Michael Wiese nur den Fuß hinzuhalten brauchte.

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Die Gäste ließen sich aber dadurch nicht aus dem Konzept bringen und zogen weiter das besser Spiel auf. Lediglich im Abschluss wollte es nicht klappen. Bernad Gllogjani hatte nach einer guten halben Stunde die erste Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, doch auch er brachte den Ball nicht am Westfalia-Schlussmann vorbei.

Kurz vor der Pause hatten die Gäste drei Ecken in Folge. Jedesmal brannte es lichterloh im Rhynener Strafraum, doch wieder wollte die Kugel nicht ins Netz. Trainer Sleiman Salha verzichtete in der Pause auf eine Auswechslung: „Die Mannschaft war richtig gut drauf. Ich hätte gar nicht zu wechseln brauchen, habe dann aber doch spät zwei frische Leute gebracht.“

Die Schermbecker bestimmten weiter das Geschehen und wurden schnell belohnt. Nach einer tollen Kombination über Gllogjani und Hanemann behielt Raphael Niehoff die Nerven und schob den Ball zum Ausgleich an Trahe vorbei. Doch auch Rhynern blieb offensiv nicht tatenlos. So strich kurz nach dem Ausgleich ein Distanzschuss knapp am Schermbecker Gehäuse vorbei.

Gllogjani scheitert zweimal

Der SVS drückte weiter und wollte unbedingt gewinnen. Gllogjani tauchte gleich zweimal frei vor dem Westfalia-Kasten auf, ihm fehlt aber im Abschluss die Kaltschnäuzigkeit. Rhynerns Hakan Sezer sah acht Minuten vor dem Ende Gelb-Rot, doch auch in Überzahl wollte das Siegtor nicht gelingen.

Das Schermbecker Spiel gegen den FC Kaan-Marienborn am Donnerstag steht unterdessen auf der Kippe. Die FC-Partie gegen Paderborn wurde am Sonntag wegen eines Corona-Verdachtfalls abgesagt.

SVS: Drobe, Mule-Ewald, Jordan, Niehoff (90. Klimczok), Hanemann, Aris (80. Miles Grumann), Steinrötter, Habitz, Gllogjani, Smykacz, Niewerth.

Tore: 1:0 Wiese (14.), 1:1 Niehoff (53.).

Bes. Vork.: Gelb-rot gegen Sezer (Rhynern, 82.)

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