Pokaltraum wird für Schermbecks Trainer zur bitteren Angelegenheit

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Der Westfalenpokal soll zu Ende gespielt werden. Schermbecks Trainer Thomas Falkowski sieht es mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Schermbeck

, 25.04.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Des einen Leid ist des anderem Freud. Immer wieder wies Thomas Falkowski, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck darauf hin, dass sein Team den Westfalenpokal gewinnen könnte. Die direkte Folge eines Sieges ist die Teilnahme am DFB-Pokal. „Dafür wurde ich immer ein bisschen belächelt“, sagt Falkowski. Doch sein Team stand trotzdem im Halbfinale des Westfalenpokals.

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Nachdem sein Abschied beim SVS bekannt wurde, arbeitete Falkowski weiter auf das große Ziel hin. „In meiner jungen Trainerkarriere habe ich schon viel erlebt. Aber das wäre das absolute Highlight gewesen“, sagt der Trainer. Und: „Bei allem Respekt für unseren Halbfinal-Gegner SpVg Hagen: Wir hätten das Finale erreicht.“ Zumindest wäre der SVS Favorit gegen den Landesligisten gewesen.

Beziehungsweise: Der SVS ist Favorit. Denn das Halbfinale soll gespielt werden, da sind sich Vereine und der Verband einig. Nur Thomas Falkowski wird zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Trainer der Schermbecker sein. „Auch wenn ich immer sage, die Gesundheit geht vor, was auch so bleibt: Für mich persönlich ist das sehr, sehr bitter. Da bin ich ehrlich.“

Herausforderung angenommen

An der Seitenlinie stehen wird beim SVS dann Sleiman Salha, der Falkowski ab dem 1. Juli beerbt. „Mein Trainerteam und ich nehmen die Herausforderung sehr gerne an“, sagt Salha. „Aber ich weiß auch, dass es für Thomas sehr bitter ist. Wir haben hautnah erlebt, wie hart er darauf hin gearbeitet hat.“

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Salha, der zuvor die Schermbecker Reserve trainierte, arbeitete die vergangenen zwei Jahre eng mit Falkowski zusammen. „Wir werden uns so vorbereiten wie Thomas und werden versuchen, in den DFB-Pokal einzuziehen.“ Das große Ziel soll auch für den dann ehemaligen Coach erreicht werden.

Auch für einige Spieler, die den SVS verlassen, bedeutet das wohl, dass sie um die Chance, den Westfalenpokal zu gewinnen, gebracht werden. Schermbecks Kapitän Nikolaj Zugcic weiß jedenfalls: „Die Pokalspiele müssen wir dann mit dem neuen Team bestreiten.“

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Die Spieler halten sich aber weiter fit. „Im Moment trainieren wir individuell für uns“, so der Kapitän. „Wir wollen uns wegen der Pokalspiele fit halten.“ Bis sie gespielt werden, ist es zwar noch ein bisschen hin, aber wenn es so weit sein sollte, will der Oberligist auf den Punkt da sein. „Wenn wir da sofort auf 100 Prozent kommen“, so Neu-Trainer Salha, „können wir das schaffen. Dann ist alles möglich.“

Die zwei weiteren Halbfinalisten sind – neben Hagen und dem SVS – der Oberliga-Zweite RSV Meinerzhagen und der Regionalliga-Tabellenführer SV Rödinghausen.

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