VfL Rot-Weiß Dorsten feierte in familiärer Atmosphäre

Jubiläum

Kein Jubiläum ohne Akt. Aber beim VfL sind selbst Akte familiär. Man bleibt beim vertrauten „Du“, selbst der Bürgermeister wird eingebunden (und fühlt sich auch so) und Kaffee und Kuchen geben der ganzen Geschichte den richtigen Touch.

DORSTEN

von Von KLaus Rosenkranz

, 19.06.2016, 18:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
VfL Rot-Weiß Dorsten feierte in familiärer Atmosphäre

Ein fröhliches Grüppchen munterer Jubilare. Heinz-Georg Schulz (rechts), Vorsitzender des VfL Rot-Weiß Dorsten, freute sich besonders über Günther Kuhlmann (2.v.l.), das letzte Gründungsmitglied des Vereins.

Wer weiß schon so was? Beim VfL Rot-Weiß Dorsten finden wöchentlich 15 Trainingseinheiten in acht verschiedenen Sporthallen statt. Nicht in allen Abteilungen zusammen, sondern nur im Bereich Turnen. Und das wusste noch nicht einmal der Vorsitzende. Bürgermeister Tobias Stockhoff hatte ausgegraben, dass der VfL, als er am 31. August 1946 in der damaligen Kneipe Karl Pasterkamp an der Vestischen Allee gegründet wurde, der allererste deutsche Nachkriegsverein war. „Es gehörte schon Mut dazu, in einer Zeit, als das Überleben erste Priorität hatte, über die Gründung eines Sportvereins nachzudenken“, so Stockhoff. „Wer damals von hier (zwischen Lippe und Kanal) nach Dorsten blickte, sah nur Schutt und Asche.“

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In familiärer Atmosphäre feierte der VfL Rot-Weiß Dorsten am Wochenende sein 70-jähriges Bestehen, 90 Jahre Handball in Dorsten und 45 Jahre Frauenhandball beim VfL. In der Petrinumhalle und dem Vereinsheim des VfL bestimmten zwei Tage lang Sport und Geselligkeit die Szenerie.
19.06.2016
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Ein fröhliches Grüppchen munterer Jubilare. Heinz-Georg Schulz (rechts), Vorsitzender des VfL Rot-Weiß Dorsten, freute sich besonders über Günther Kuhlmann (2.v.l.), das letzte Gründungsmitglied des Vereins.© Foto: Ralf Pieper
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Stockhoff hatte launige Worte für einen Verein, dem er attestierte, dass „320 Jugendlichen in einem Verein von rund 600 Mitgliedern die konstruktivste Jugendarbeit entgegenkommt, die geleistet werden kann“. Aber nicht nur Stockhoff hatte Wortwitz. Heinz-Georg Schulz entschuldigte sich bei den Besuchern, dass er sie jetzt bei Kaffee und Kuchen stören müsse. Einer ließ sich besonders gerne stören. Denn ihm wurde besonders warmer Beifall zuteil. Schließlich gehörte er zu jenen Dorstenern, die da am 31. August 1946 den Verein gründeten. Günther Kuhlmann, der quasi ein lebendiges Beispiel dafür ist, dass Sport-(Verein) fit hält, freute sich offensichtlich über das Fläschchen Rotwein mit Urkunde und viel, viel Wertschätzung von allen Seiten. Nochmals Stockhoff: „Mir als Menschen, der in diesem Jahr 35 Jahre alt wird, läuft schon ein leiser Schauer des Respekts und der Ehrfurcht über den Rücken, wenn ich auf diese Zahl 70 sehe.“

Heinz-Georg Schulz zog nach den drei Vereinsfeiertagen sein ganz persönliches Fazit: „Doch, alles ist richtig gut gelaufen. Samstag wurde viel gelacht, bis in den frühen Morgen. Wir haben guten Sport erlebt. Und am Sonntag wurde es eben etwas feierlicher. Aber trotzdem, bei allen positiven Aspekten: Wenn ich heute Abend zu Hause sitze, mache ich drei Kreuzzeichen.“

Wahrscheinlich gar nicht nötig. Der Verein scheint für die nächsten 70 Jahre relativ gut aufgestellt. Schwerpunkte verschieben sich eben manchmal, der Verein allerdings bleibt. Gut so.

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