Trainer Dirk Cholewinski sagte die FC-Entwicklung voraus

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Der FC Rot-Weiß Dorsten unternahm im Sommer einen großen Umbruch. Dass sportlich der Start schwierig würde, wussten die Verantwortlichen beim FC.

Dorsten

, 22.11.2020, 14:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC RW Dorsten sorgte vor dem Saisonbeginn für Aufsehen. Mit seiner Transferpolitik setzte der Fußball-A-Kreisligist ein Zeichen für Integration und eine offene Gesellschaft. Ein Blick auf die Tabelle zum aktuellen Zeitpunkt könnte dazu verleiten, zu meinen, dass dieser Umbruch beim FC gescheitert ist - Dorsten ist Vorletzter. Aber der Schein trügt. Einer sagte die Entwicklung voraus.

„Ich hatte bereits vor der Saison gesagt, dass wir um den Abstieg spielen werden“, sagt FC-Trainer Dirk Cholewinski. Vor allem einen schwierigen Start prophezeite er seiner Mannschaft. Die Integration der Neuen dauert eben.

Großes Lob trotz aller Schwierigkeiten

Mit Kelven Bioh, Kennedy Octhere und Lex Odura Hmpretum wechselten drei Ghanaer an den Jahnsportplatz. Lediglich Kelven Bioh spricht Deutsch. Gerade Kennedy Octhere, der als Innenverteidiger spielt, merkt man das in den Spielen an. Die Verständigung ist besonders in der Defensive von enormer Bedeutung. „Dazu hat er oft samstags Nachtschicht, dementsprechend inkonstant sind noch seine Leistungen“, sagt der Trainer.

Trotz alledem hat der Trainer für seine drei Neuen, aber auch sein ganzes Team, ein dickes Lob parat. „Es sind alle richtig tolle Jungs und das ganze Team nimmt sie super auf“, sagt er. Auch wenn er gesteht, dass es für ihn auch manchmal - gerade sprachlich - noch schwierig sei.

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Aus sechs Spielen holte der FC bislang fünf Punkte. Vor allem der 4:3-Willenssieg gegen den SV Lembeck zeigte, dass der FC mithalten kann. Zwei der drei Niederlagen waren zudem gegen den TuS Gahlen (0:7) und den TSV Raesfeld (0:2) – dem aktuellen Spitzenduo.

Formkurve zeigt nach oben

Zuletzt zeigte die Formkurve der Dorstener nach oben. Das hänge auch damit zusammen, dass sich die neue Mannschaft mehr und mehr eingespielt hat, erklärt Cholewinski. Vor der Saison wurde sein Team nicht nur um die drei Ghanaer verstärkt, sondern der Trainer musste neun weitere Neuzugänge zusätzlich integrieren.

Die letzten beiden Spiele vor der Saisonunterbrechung endeten Unentschieden. Gegen den TuS Velen (3:3) holte der FC einen 0:2-Rückstand auf und erkämpfte sich durch einen Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch das Remis. Das Unentschieden gegen den SC Reken II, ebenfalls ein 3:3, war allerdings unnötig. Das Spiel hätten die Dorstener auch gut und gerne gewinnen können.

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Geht man nach der Quotientenregelung, steht der FC knapp über dem Strich vor Reken II. Die Tabelle derzeit aber listet Cholewinskis Team auf einem Abstiegsplatz. Von dem möchte der FC runter, wenn es im kommenden Jahr irgendwann weitergeht. Dass sein Team das schafft, davon ist der Trainer überzeugt. „Ich bin positiv gestimmt, dass wir das schaffen.“

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