Thomas Rademacher - der ehrenamtliche Vollprofi

Das Sportporträt

Jeder Verein braucht solche Mitglieder. Hat aber nicht jeder Verein. Der BSV Wulfen, das Basketball-Sammellager für Talente des Dorstener Nordens, hat gleich zwei von ihnen. Der eine ist der unverwüstliche Johannes Schürmann, der andere heißt Thomas Rademacher, von dem heute die Rede sein soll.

WULFEN

von Von Klaus Rosenkranz

, 02.12.2013, 17:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nur eines seiner aktuellen Teams: Zusammen mit Klaus Wegener (l.) betreut Thomas Rademacher (2.v.l.) die U12-Jungen des BSV Wulfen.

Nur eines seiner aktuellen Teams: Zusammen mit Klaus Wegener (l.) betreut Thomas Rademacher (2.v.l.) die U12-Jungen des BSV Wulfen.

Weil er sich partout den Spaß an seinem Sport nicht nehmen lassen will, ist er auch heute noch fast tagtäglich in Sachen „Ball in Orangerot“ unterwegs. „Man kann das Schiedsrichtern beim Basketball und beim Fußball aber auch gar nicht vergleichen. Durch die ungeheuere Medienpräsenz beim Kicken ist der Druck bei den Fußball-Kollegen ungleich höher. Sicher, wir Basketball-Schiedsrichter bemühen uns natürlich immer, den Spielern gerecht zu werden, aber beim Fußball ist anders als beim Basketball ja auch noch jeder Zuschauer vom eigenen Selbstverständnis her gleichzeitig auch noch Trainer und Schiedsrichter in einer Person.“ Rademacher, nach einem Arbeitsleben als Bergmann mittlerweile im Früh-Ruhestand, wirbt für Verständnis gerade für seine jungen Schiedsrichter-Kollegen: „Jeder gibt immer sein Bestes. Da bin ich ganz sicher.“ Dass er selbst grundsätzlich sein Bestes gibt, steht völlig außer Frage. Längst gibt es bei ihm daheim mehr als ein Telefon, wobei eine Leitung mittlerweile im Hause Rademacher unter dem Begriff „Basketball-Telefon“ läuft. Ist ja auch fast selbstverständlich. Schließlich betreut er derzeit drei Schul-Arbeitsgemeinschaften und vier Jugend-Mannschaften, neben der Verbandsarbeit, dem Schiedsrichtern und - das muss natürlich auch erwähnt werden - immer noch dem eigenen aktiven Basketball-Spielen.

Es hat ihn nie zu den ganz großen Aufgaben wie der Basketball-Bundesliga oder ähnlichem gezogen. Er hat bis maximal Oberliga gepfiffen und ist heute in Landesliga-Hallen und den unteren Ligen unterwegs. Er macht einfach die Arbeit, die gemacht werden muss, die Basis-Arbeit, manche würden vielleicht gar von Drecksarbeit reden. Aber Thomas Rademacher redet eigentlich gar nicht über die Arbeit, die in erster Linie sein Hobby ist. Allerdings, und das schließt er gar nicht aus, er freut sich eigentlich schon allwöchentlich auf den Montag. Das ist nämlich der einzige Tag in der Woche, an dem er sich nicht um den Basketball kümmern muss. Da ist dann ausnahmsweise mal seine Familie dran

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