SV Schermbecks Trainer Thomas Falkowski will endlich Stadtmeister werden

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Zweimal scheiterte Thomas Falkowski mit seinem Team im Finale. Die kurze Spielzeit allerdings missfällt dem Trainer. BW Wulfen, SuS Hervest und der SSV Rhade hoffen auf eine Überraschung.

von Niklas Berkel

Dorsten

, 24.07.2019, 09:44 Uhr / Lesedauer: 3 min

Noch nie ist Thomas Falkowski, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck, Dorstener Stadtmeister geworden. Vor zwei Jahren unterlag sein Team dem TuS Gahlen im Finale, im vergangenen Jahr dem SV Hardt. „Meine Mannschaft und ich sind erfolgsgeil“, sagt er auch deshalb. „Wir wollen den Titel unbedingt gewinnen.“ Dafür muss sich der SVS in der Gruppe B gegen den A-Kreisligisten BW Wulfen und die B-Kreisligisten SSV Rhade und SuS Hervest durchsetzen. Die machen sich weniger Hoffnungen aufs Weiterkommen, schließlich erreicht nur der Gruppensieger das Halbfinale.

Die Befürchtungen bei Maik Habitz haben sich bestätigt

Auch wenn sich der SV Schermbeck auf das Turnier freut, zwei Dinge stören den Schermbecker Trainer. „Zum einen ist das unsere Verletztensituation“, sagt er. Mit Kevin Rudolph, Benedikt Helling, Marek Klimczok, Dominik Göbel und noch einigen weiteren „fehlen mir sieben, acht Spieler verletzt“, sagt Falkowski. Dazu kommt, dass sich die schlimmsten Schermecker Befürchtungen bei Maik Habitz bestätigt haben: Riss des hinteren Kreuzbandes und vier bis sechs Monate Pause.

Zum anderen ist es die Spielzeit, die dem Schermbecker Trainer negativ aufstößt. „Einmal 35 Minuten in der Gruppenphase ist ganz, ganz wenig Zeit.“ Falkowskis Kapitän Nikolaj Zugcic schlägt in die gleiche Kerbe: „Da müssen wir extrem viel Gast geben und ein Tor machen. Da kann sich auch ein Kreisligist mal hinten verschanzen und ein Unentschieden oder gar mehr erreichen.“ Für Falkowski ist das gar „ein Stück weit Wettbewerbsverzerrung“. In regulärer Spielzeit, sagt der Schermbecker Trainer, wären wir klarer Favorit. „Da würde ich auch nichts anderes als den Titel erwarten. Aber so, kann es auch schnell mal anders laufen.“

„Alles ist möglich, solange wir nur daran glaube."
Stanislav Ziegler, Stürmer bei BW Wulfen

Genau das ist die Chance, die sich die anderen drei Gruppenteilnehmer ausrechnen. Die größten Chancen dafür hat wohl noch der A-Kreisligist BW Wulfen. BW-Stürmer Stanislav Ziegler zumindest will nicht schon vor Turnierbeginn aufgeben: „Mit dem SVS haben wir den großen Favoriten in der Gruppe, aber vor ein paar Jahren konnten wir da auch mal 1:0 gewinnen. Die Spielzeit kommt uns entgegen.“ In 35 Minuten, das weiß auch der Wulfener Stürmer, „ist alles möglich, solange wir nur daran glauben“.

Wenig Nettospielzeit, die übrig bleibt

Und auch SuS Hervests-Trainer Alessandro Roccaro glaubt, „dass vielleicht eine Überraschung möglich ist“. Er nennt als Beispiel das Jubiläums-Turnier bei RW Dorsten. „Da konnten wir auch gegen Gahlen ein Unentschieden holen, auch wenn der Gegner stärker war. In knapp einer halben Stunde ist viel möglich“, sagt er. In erster Linie sieht Roccaro die Stadtmeisterschaft aber als „eine willkommene Trainingseinheit“. Von den stärkeren Gegnern könnten seine Spieler nur lernen.

SVS-Trainer Thomas Falkowski hingegen kann auch dem Gedanken einer guten Trainingseinheit nicht viel abgewinnen. „Was bleibt denn bei 35 Minuten an Nettospielzeit übrig? Gerade gegen uns...“ Falkowski befürchtet Zeitspiel und all die Tricks, um möglichst die Uhr runterlaufen zu lassen, bevor der SVS seiner Favoritenrolle gerecht werden kann. „Aber nichtsdestotrotz freuen wir uns darauf, uns mit den Dorstener Mannschaften zu messen.“

Bleibt noch der SSV Rhade. Javier Rui, Neuzugang vom A-Kreisligisten SV Lembeck, weiß um die „Unmöglichkeit der Aufgabe“. Er sagt aber auch: „Wir freuen uns einfach auch drauf, Freunde und Bekannte zu treffen und auf ein gutes Vorbereitungsturnier.“

Players Party wird positiv aufgenommen, es gibt aber auch ein Aber

Fast ausschließlich positiv nehmen die Teilnehmer die geplante Players Party nach dem Finale am Samstag auf. „Das ist eine sehr gute Idee, da kommen noch mal alle zusammen und tauschen sich aus“, sagt etwas Wulfens Stanislav Ziegler. SVS-Kapitän Nikolaj Zugcic ergänzt: „Ich finde es gut, wenn da auch der beste Spieler des Turniers geehrt wird. Wir hoffen sehr, dass wir bis zum Ende dabei sind und einer unserer Spieler diese Auszeichnung bekommt.“ Und Rhades Neuzugang Javier Rui sagt: „Das ist etwas, das Spaß machen könnte.“ Einzig SuS-Trainer Alessandro Roccaro hält nichts von der Players Party. „Ich befürchte, dass nicht alle bis zum Ende dableiben werden. Für mich ist das zu gekünstelt.“

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