Gegen Westfalia Herne reichte Durchschnitt - Schermbeck überwintert als Sechster

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Der SV Schermbeck wird auf dem sechsten Platz der Oberliga überwintern. Dazu reichte der Falkowski-Elf am Sonntag in Herne eine eher unterdurchschnittliche Leistung.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 15.12.2019, 19:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga Westfalen

Westfalia Herne - SV Schermbeck

1:2 (0:1)

Die Westfalia Herne hat gerade wegen der Insolvenz einige größere Probleme als den Fußball. Trainer Christian Knappmann hat auch in der letzten Woche einige Leistungsträger verloren, aber kämpfen können die Westfalen immer noch. So sahen die über 300 Zuschauer keinen hochwertigen Kick, aber der kämpferische Einsatz stimmte.

Die Herner Abwehr brauchte einige Zeit, um sich zu organisieren. „Da haben wir es wieder verpasst, die Führung zu erzielen“, ärgerte sich Trainer Thomas Falkowski. Schon nach einer halben Minute schloss Dominik Milaszewski frei vor dem Tor viel zu überhastet ab, und auch Dominik Hanemann hätte sich einige Minuten später noch mehr Zeit lassen müssen.

Mule-Ewald rettet

Im Laufe der Zeit stabilisierte sich die Herner Abwehr, und die Gastgeber taten selber etwas für die Offensive. Maurice Haar verpasste einen Ball am langen Pfosten, sonst wären die Herner in Führung gegangen. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. In der 33. Minute traf Kilian Niewerth per Freistoß zum 1:0, was nicht unbedingt zu erwarten gewesen war. Wenig später konnten sich die Schermbecker bei Kevin Mule-Ewald bedanken, als dieser den Ball noch so eben von der Linie kratzte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verlängerte der SV Schermbeck einmal mehr die Pause gedanklich um zehn Minuten. So war die Verteidigung eine Zeit lang nicht im Bilde. In der 53. Minute unterschätzten die Verteidiger einen langen Ball aus dem Mittelfeld, Andreas Ogrzall nahm die Kugel mit feiner Technik an und traf zum Ausgleich. Der Treffer war nicht unverdient, doch wie schon in den letzten Wochen hatte dieses Gegentor beim SVS aufputschende Wirkung. Die Gäste antworteten mit einer Doppelchance.

Dominik Hanemann prüfte den Herner Schlussmann Ricardo Seifried in der 68. Minute mit einem strammen Distanzschuss. Nur eine Minute später köpfte Kevin Mule-Ewald den Ball nach einem langen Ball an die Latte.

Herne wollte mehr, Schermbeck schlug zu

Das war es dann aber auch erst einmal wieder mit spielerischen Höhepunkten. Das Spiel hätte auch durchaus mit einem Unentschieden beendet werden können, doch die Herner wollten mehr. Westfalia-Coach Christian Knappmann ließ nun offensiver spielen, ließ dabei aber außer Acht, dass der SV Schermbeck in der Schlussphase immer zulegen kann. In der 81. Minute hatten die Platzherren einen Freistoß. Daraus leitete Kevin Rudolph den Konter ein, Milaszewski spielte den Ball zu Dominik Hanemann auf links. Dessen Pass kam zurück in die Mitte auf Milaszewski, der zum 1:2 einschoss. Die letzten Angriffsversuche der Herner blieben ungefährlich.

Thomas Falkowski konnte damit leben, dass es kein gutes Spiel war: „Wir haben die drei Punkte, Mund abputzen, und nächstes Jahr geht es weiter.“

SVS: Drobe, Mule-Ewald, Klimczok (75. Kevin Rudolph), Zugcic, Hanemann, Milaszewski, Hodzic (59. Malte Grumann), Poch, Steinrötter, Patrick Rudolph (75. Miles Grumann), Niewerth (85. Kissi).

Tore: 0:1 Niewerth (33.), 1:1 Ogrzall (53.), 1:2 Milaszewski (81.)

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