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SV Schermbeck verliert typisches 0:0-Spiel

dzFußball

Wenn ein typisches 0:0-Spiel am Ende einen Sieger hat, ärgert sich der Verlierer umso mehr. Das 0:1 des SV Schermbeck beim TuS Haltern war dafür am Ostermontag ein gutes Beispiel.

Schermbeck

, 22.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Oberliga Westfalen

TuS Haltern - SV Schermbeck

1:0 (0:0)

Einen Sieger hatte die Partie in der Halterner Stauseekampfbahn nicht verdient. 600 Zuschauer sahen eine eher zerfahrenen Begegnung, in der sich beide Mannschaften neutralisierten und Torchancen Mangelware waren.

„In so einem Spiel entscheiden dann die Standards“, meinte Schermbecks Trainer Thomas Falkowski in der Pressekonferenz nach dem Spiel − und wusste da natürlich, dass er recht hatte. Nur jener eine Standard, der die Entscheidung brachte, der war umstritten. Ein Freistoß aus dem Halbfeld segelte in der 69. Minute von links in den Schermbecker Strafraum. Patrick Rudolph und der Halterner Lars Pöhlker waren eines von vielen Pärchen, die an den Ball zu kommen versuchten. Natürlich mit Körperkontakt. Pöhlker kam zu Fall. Aber war das elfmeterwürdig? Der Schiedsrichter sagte „Ja“. Und so trat Halterns Torjäger Stefan Oerterer an und verlud SVS-Keeper Cedric Drobe − 1:0.

Torchancen waren bis dahin Mangelware

Betrachtete man die vorangegangenen Chancen, dann war das schon fast die Entscheidung. Denn bei sommerlichen Temperaturen hatten sich beide Mannschaften bis dahin extrem schwer getan, das gegnerische Tor auch nur annähernd in Gefahr zu bringen.

„In der Anfangsphase hatten wir bei zwei Situationen Glück“, räumte SVS-Trainer Thomas Falkowski ein. Doch auch da hatten die Halterner zu umständlich agiert und den Ball lieber noch einmal quer gelegt, anstatt abzuschließen. Als Falkowski reagierte und seine Mannschaft besser auf die TuS-Offensive einstellte, war es das mit Chancen der Gastgeber.

Der SVS störte das Halterner Aufbauspiel früh und hielt den TuS so sehr weit weg vom eigenen Strafraum. Ein einziges Mal musste Cedric Drobe im Schermbecker Tor gegen einen Schuss von Luca Steinfeldt sein Können zeigen (36.). Ansonsten blieben Strafraumszenen aus.

Haltern erhöhte nach der Pause den DRuck

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Haltern dann aber zunächst den Druck. Eine Serie von Ecken und Freistößen sorgte zumindest theoretisch für Gefahr vor dem Schermbecker Tor. Doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Bis zur 69. Minute.

Thomas Falkowski reagierte auf den Rückstand. Maik Habitz kam für Dennis Grodzik ins Spiel, zunächst noch ohne Systemveränderung. Doch nach 80 Minuten schickte der Schermbeckr Trainer Habitz ins Sturmzentrum und spielte hinten ab da mit Dreierkette.

Auf der Gegenseite verstärkte TuS-Trainer Magnus Niemöller mit seinen Einwechselungen nach und nach die Defensive. So taten sich die Schermbecker schwer, gegen die massierte Halterner Deckung eine Lücke zu finden. Allerdings beschränkte sich der SVS bei der Wahl der Mittel auch fast ausschließlich auf lange und hohe Bälle.

Schermbeck zweimal im Pech

Trotzdem hätten die Gäste fast doch noch einen Punkt mitgenommen. Zunächst wurde Maik Habitz im Halterner Strafraum umgerempelt. „Wenn du den ersten Elfmeter gibts, kannst du den auch geben“, befand Thomas Falkowski, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb diesmal stumm.

In der letzten Szene der vierminütigen Nachspielzeit hatten die Schermbecker dann abermals Pech. Ein weiter Einwurf wurde per Kopf verlängert, der Ball segelte im Bogen über TuS-Keeper Rafael Hester, wurde aber noch von der Linie gekratzt (94.).

Danach war Schluss. Beide Trainer gratulierten sich. Thomas Falkowski den Halternern zum Regionalliga-Aufstieg, Magnus Niemöller den Schermbeckern zum Klassenerhalt. Hören wollten das beide nicht, da beides noch nicht feststeht. Die Zweifel sind aber sowohl beim TuS als auch beim SVS ebenso gering wie die, dass beide Teams besser spielen können als sie es am Ostermontag getan haben.

SVS: Drobe; Mule-Ewald, Zugcic, P. Rudolph (76. Ankomah-Kissi), Hodzic, Niehoff, Niewerth, Grumann, K. Rudolph, Grodzik (71. Habitz), Milaszewski.

Tore: 1:0 Oerterer (69., Foulelfmeter).