Schermbecker Heimpremiere war hart umkämpft

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Auch das zweite Spiel des SV Schermbeck in der Oberliga endete mit einem Unentschieden. Das 2:2 gegen die Spielvereinigung Vreden war am Donnerstagabend bis in die letzte Minute hart umkämpft.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 24.09.2020, 22:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga Westfalen

SV Schermbeck - Spvgg Vreden

2:2 (0:1)

Die Partie in der Volksbank-Arena war geprägt von vielen Zweikämpfen. Schiedsrichter Weller verteilte elf gelbe Karten, von denen nicht eine unberechtigt war. Vreden machte den physisch deutlich stärkeren Eindruck. Die Gäste störten die Schermbecker früh bei der Ballannahme und gewannen die meisten Zweikämpfe. Zudem machte ihr Zusammenspiel in Richtung Schermbecker Tor den reiferen Eindruck. So hatte Vreden schon in den ersten drei Minute zwei dicke Chancen, um in Führung zu gehen.

Mitte der ersten Halbzeit waren auch die Schermbecker im Spiel angekommen. Kilian Niewerth scheiterte mit einem Freistoß am Gästekeeper (19.). Wenige Minuten später verpasste Oguz Karagüzel eine scharfe Flanke am Fünfmeterraum ganz knapp mit dem Kopf.

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Karagüzel ging in der 37. Minute vom Feld. Sleiman Salha begründete den frühen Wechsel: „Wir wollten mehr über die Außen kommen, dafür ist Raphael Niehoff besser geeignet.“ Die Vredener Führung fiel ein wenig unglücklich, denn der Schuss Daniel Ostenkötters wurde von einem SVS-Abwehrspieler abgefälscht. Kurz vor der Pause verpasste Michael Smykacz den Ausgleich, als er frei vor dem Tor an Vredens Keeper Ricardo Ottink scheiterte.

Kurz nach der Pause fiel schon das 1:1. Vreden wehrte einen Freistoß zu kurz ab, und der Ball kam zu Maik Habitz, der aus 22 Metern unten links ins Eck traf. Die Freude währte aber nicht lange, und wieder war bei der erneuten Vredener Führung Pech im Spiel. Die Gäste setzten sich über die rechte Angriffsseite durch. Die Flanke traf Lukas Steinrötter so unglücklich, dass er den Ball ins eigene Tor lenkte.

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Diese Führung verdienten sich die Münsterländer im Nachhinein. Der SV Schermbeck bekam nun im Angriffsspiel kaum noch einen Ball an den Mann. Vreden war immer einen Tick schneller, und bei den Kontern stand auch immer ein Stürmer ungedeckt frei. Der SVS hatte Glück, dass ein Volleyschuss Maximilian Hinkelmanns knapp über die Latte strich (63.).

Aufgrund der Vredener Überlegenheit war der Schermbecker Ausgleich völlig überraschend. Nach einem Freistoß bekamen die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Die Kugel landete vor den Füßen Bernad Gllogjanis, der sie aus kurzer Distanz ins rechte Eck schob.

DRamatische Schlussminuten

Bis in die Nachspielzeit drängten beide Mannschaften auf eine Entscheidung. In der 90. Minute strich ein Schuss Ostenkötters knapp am rechten Pfosten vorbei. In der allerletzten Situation des Spiels schlenzte Michael Smykacz den Ball von der linken Strafraumseite oben rechts an die Latte.

SVS: Drobe, Jordan, Zugcic, Hanemann, Malte Grumann (49. Mule-Ewald), Karagüzel (37. Niehoff), Steinrötter (66. Miles Grumann), Habitz, Gllogjani (78. Aris), Smykacz, Niewerth

Tore: 0:1 Ostenkötter (39.), 1:1 Habitz (48.), 1:2 Steinrötter (Eigentor, 54.), 2:2 Gllogjani (74.).

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