SV Schermbeck will ins Kreispokal-Finale

dzFussball

Nur sechs Tagen nach dem unglücklich verlorenen Westfalenpokal-Finale steht für den SV Schermbeck ein weiteres wichtiges Pflichtspiel an. Der Oberligist will am Freitagabend gegen Erkenschwick das Kreispokalfinale erreichen.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 28.08.2020, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kreispokal-Halbfinale

Spvgg. Erkenschwick - SV Schermbeck

FR. 19 Uhr, SA Hagenstraße 15, 45768 Marl.

Die Schermbecker hatten im Laufe der Woche durchaus noch mit den Nachwehen der 0:2-Niederlage am letzten Samstag zu kämpfen. Trainer Sleiman Salha gibt zu: „Wir haben uns zur Analyse das Video des Spiels angesehen. Der unberechtigte Elfmeter gegen uns, der nicht gegebene Strafstoß nach dem Foul an Ferati und die drei Aluminiumtreffer haben uns immer noch zugesetzt.“ Er habe nach dem Spiel noch viele Nachrichten von Trainerkollegen aus der Oberliga bekommen, die ihm zur starken Endphase seines Teams gratulierten.

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Im Laufe der drei Trainingseinheiten von Montag bis Mittwoch rückte aber die neue Aufgabe in den Fokus. Das hat Salha nicht nur in seinem Trainerteam, sondern auch bei seinen Fußballern festgestellt: „Alle wollen zeigen, dass wir als Oberligist die Nummer eins im Kreis sind. Das bedeutet, dass wir den Kreispokal holen und wieder in den Westfalenpokal wollen.“ Auch wenn die mentalen Nachwehen abgeklungen sind, hat es doch einen Verletzten gegeben. Fatmir Ferati hat sich bei einem Distanzschuss einen Muskelfaserriss zugezogen. Das bedeutet, dass sich seine Integration ins Team um ein paar Wochen verzögern wird. Salha ist aber weiter zuversichtlich: „Fatmir ist auf Schalke in bester professioneller Betreuung. Wir haben ihm einen Fitness- und einen Ernährungsplan aufgestellt, an den er sich diszipliniert hält. Er wird im Laufe der Saison ein ganz wichtiger Akteur werden.“

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Alle anderen Spieler haben das Meinerzhagen-Match unbeschadet überstanden. Das bedeutet aber auf keinen Fall, dass Salha im Halbfinale die gleiche Elf ins Rennen schicken wird: „Das hängt alles auch mit unserer Taktik und den Trainingsleistungen zusammen. Vielleicht ändere ich das Team auf einigen Positionen. Das mache ich aber nicht, um zu experimentieren, sondern weil ich die Spieler gleichwertig ersetzen kann.“ Zudem sei noch nicht klar, ob er mit einem 4-3-3 oder 3-5-2 ins Spiel gehen wird: „Der große Unterschied zum Samstag ist, dass wir als Favorit in die Partie gehen und dem Gegner unser Spiel aufzwingen wollen.“

“Giftiger und zweikampfstarker Gegner“

Die SpVgg. Erkenschwick arbeitet seit einigen Wochen auf ihr erstes Pflichtspiel hin, das gleichzeitig auch schon ein Saisonhöhepunkt ist. Die Testspielergebnisse deuten zwar auf eine Achterbahnfahrt hin, hingen aber doch von der Aufstellung ab. Beim 2:2 gegen des Bezirksligisten SG Castrop-Rauxel trat eine B-Elf an. Am Tag zuvor verlor das erste Aufgebot bei der A-Jugend des VfL Bochum mit 0:2. Gegen den Landesligisten Langenbochum gewann das Team von David Sawatzki klar und deutlich mit 6:1.

Der auffälligste Spieler der Erkenschwicker ist sicherlich Skandar Soltaner. Der kleine, quirlige offensive Mittelfeldspieler kann schon die eine oder andere Abwehr durcheinanderwirbeln. Sleiman Salha will sich aber nicht auf einen einzelnen Akteur konzentrieren: „Erkenschwick ist in den Testspielen als Mannschaft sehr giftig und zweikampfstark aufgetreten. Wir haben einige Videos gesehen und wissen, was wir zu tun haben.“

Mit dem Austragungsort ist der Schermbecker Trainer nicht ganz einverstanden: „Es ist schon komisch, so ein wichtiges Spiel auf einem mittelmäßigen Kunstrasen auszutragen. Wir haben zwar die ganze Woche bei uns auf dem Kunstrasen trainiert, der hat aber eine ganz andere Qualität.“ Allerdings haben die Schermbecker an die Hagenstraße eine sehr gute Erinnerung. Vor zwei Jahren gewann der SVS dort das Aufstiegsspiel gegen den DSC Wanne-Eickel mit 3:2 nach Verlängerung. Sollte ein Sieg gegen Erkenschwick gelingen, trifft die Salha-Elf am Sonntag um 15 Uhr auf den Gewinner der Partie zwischen dem FC Marl und dem TuS Haltern. Bei einer Niederlage steht am Samstag das Match gegen den Verlierer der Donnerstag-Partie an.

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