SV Hardt und SuS Stadtlohn treffen sich zum Krimidinner an der Storchsbaumstraße

dzFußball

Drei Spieltage vor dem Saisonende trennen den SV Hardt und den SuS Stadtlohn drei Punkte. Mit einem Sieg hätte die Hardt den Klassenerhalt so gut wie sicher.

von Niklas Berkel

Hardt

, 10.05.2019, 13:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir sind in der Pflicht, einen rauszuhauen“, sagt SV Hardt Trainer Martin Stroetzel. Die Ausgangslage vor dem Abstiegskrimi in der Fußball-Landesliga seiner Elf gegen den SuS Stadtlohn ist klar: Gewinnt der SV Hardt, ist er so gut wie gerettet und Stadtlohn wäre so gut wie abgestiegen. Verlieren die Dorstener allerdings, wäre die Gefahr eines Abstiegs in die Bezirksliga zwei Spieltage vor Ende der Saison so groß wie selten. „Wir müssen diese Chance jetzt nutzen“, sagt Stoetzel.

Als der Trainer in der Winterpause bei der Hardt begann, betrug der Rückstand auf Stadtlohn, auf den ersten Nichtabstiegsplatz, sechs Punkte. Durch eine kleine Erfolgsserie überholte die Hardt den SuS mittlerweile gar und hat drei Punkte Vorsprung. Aber: Diesen Vorsprung erkämpfte sich Stoetzels Elf mit einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage zwischen Ende Februar und Anfang April. Seitdem blieb die Hardt vier Spiele sieglos. „Wir hatten zwischenzeitlich die Chance auf einen Platz im unteren Mittelfeld“, erklärt der Hardter Trainer. „Die haben wir aber verspielt.“ Also gilt es nun, das Minimalziel am Wochenende zu erreichen: den Klassenerhalt.

„Obwohl“, sagt Stoetzel, „als ich anfing, lag mein Fokus immer nur auf dem Spiel gegen Stadtlohn.“ Da sei für ihn klar gewesen, dass sich da der Klassenerhalt entscheiden könnte. „Wir haben uns in eine gute Position gebracht und wollen da nun punkten.“

Stadtlohn baute ein neues Team auf

Stadtlohn kennt Stoetzel gut, war er schließlich einige Jahre beim SuS-Trainer – die Mannschaft jedoch weniger. Nach dem Abstieg aus der Westfalenliga in der vergangenen Saison baute Stadtlohn eine Mannschaft aus A-Jugendlichen und ehemaligen Spielern aus der Reserve auf. „Wir haben eine junge Mannschaft und können das Spiel gegen die Hardt entspannt angehen“, sagt SuS-Trainer Manfred Ostendorf. Allein damit, drei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt in der eigenen Hand zu haben, hat keiner in Stadtlohn gerechnet. Die Hardt ist für den Stadtlohner Trainer Favorit, aber „chancenlos sind wir nicht.“

Ostendorf rechnet mit einem Gegner, der kämpferisch und läuferisch seiner Mannschaft überlegen ist. „Meine junge Mannschaft ist da entwicklungstechnisch noch nicht robust und erfahren genug.“ Er fügt allerdings hinzu: „Im Hinspiel haben wir gesehen, wenn wir die guten Angreifer der Hardt in den Griff bekommen, können wir überraschen.“

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