SV Hardt legt viel Spielfreude an den Tag

Fußball

Ein großer Kader ist ein Segen. Martin Schmidt, Trainer des SV Dorsten-Hardt, hat sich am Dienstagabend überzeugen können, dass er sich auch auf die Leute verlassen kann, die nicht jeden Sonntag dabei sind.

HARDT

von Von Ralf Weihrauch und Jan Große-Geldermann

, 15.02.2011, 21:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Testspiel Männer SV Hardt - VfB Hüls II   3:1 Zugegeben ist die zweite Mannschaft des VfB Hüls nicht gerade das Prunkstück des deutschen Fußballs, aber es kommt auch immer darauf an, wie man so einem Gegner gegenübertritt. Das haben die Hardter so gemacht, wie es sich ein Trainer nur wünschen kann. Es war keine lästige Pflichtaufgabe, sondern die Möglichkeit, sich für höhere Weihen in der Westfalenliga zu empfehlen. Von Beginn an gingen die Hardter ein hohes Tempo. Zudem gab es sehr viele Ansätze, die Hülser Abwehr mit wenigen Ballkontakten auszuspielen.

Nach einer halben Stunde führte das zum ersten Mal zum Erfolg. Nikolai Tautz legte Cem Kara per Kopf das 1:0 auf. Drei Minuten vor der Pause war wiederum Cem Kara erfolgreich. Er setzte einen an Dominik Hofmann verursachten Elfmeter in die Maschen.

Nach dem Seitenwechsel blieb es ein schön anzusehendes Spiel. Matthias Knoblauch bekam im Strafraum den Ball an die Hand und Kim Dobersek traf zum Anschluss (60.). Viel mehr passierte aber vor dem Hardter Tor nicht, dafür aber mehr auf der anderen Seite. Da spielte der Schiedsrichterassistent eine unglückliche Rolle, weil er mit seinen Abseitsentscheidung einige Male verkehrt lag. So wurden einige schöne Spielzüge jäh unterbrochen. Sleyman Salha stellte nach einem schönen Übersteiger den Endstand her (81). Schlebach oder Sulzbacher? Bei der Suche nach einem Nachfolger für Martin Schmidt, der nach der Saison zum TuS Haltern wechselt, deutet sich eine Entscheidung an. Am Samstag will der SV Hardt seinen neuen Trainer präsentieren.

Der Kandidatenkreis ist übersichtlich. Die wahrscheinlichste Lösung ist offenbar Heiko Sulzbacher, der erst vor wenigen Tagen angekündigt hatte, sein Traineramt bei Teutonia Waltrop am Saisonende nach sechs Jahren niederzulegen. Sulzbacher, der in Bottrop wohnt, passt perfekt ins Anforderungsprofil: Er kennt die Westfalenliga und macht gerade die A-Lizenz.

Auch Christoph Schlebach, der für den SV Schermbeck in der Oberliga spielte, Co-Trainer unter Martin Stroetzel war und derzeit den SC Hassel coacht, gilt als möglicher Schmidt-Nachfolger.

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