Dieser Titel fehlte dem SSV Rhade noch

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Nach dem Aufstieg in die Westfalenliga und zwei Kreismeistertiteln auf dem Feld fehlte dem SSV Rhade nur noch ein Titel. Den hat er sich jetzt geholt.

von Niklas Berkel

Dorsten, Rhade

, 19.01.2020, 20:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Endlich“, war das erste, das Dirk Bessler, Trainer des SSV Rhade, nach dem Finale der Fußball-Hallenkreismeisterschaft sagte. Seit er vor einigen Jahren bei den Fußballerinnen des SSV als Trainer einstieg, hat er schon so manches erreicht: Aufstieg als Meister in die Westfalenliga, zwei Kreismeistertitel auf dem Feld. Doch der Hallenkreismeistertitel fehlte ihm und seiner Mannschaft noch. Diesmal sollte es klappen. Im Finale setzte sich der SSV mit 3:0 gegen den FC Marbeck durch.

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Daran, dass der Titel nach Rhade geht, ließ der SSV von Anfang an keine Zweifel aufkommen. Lediglich ein Gegentor kassierte Torhüterin Jennifer Radüchel im ganzen Turnier. „Dazu haben wir phasenweise auch richtig guten Fußball gespielt“, lobte Trainer Bessler. So auch im Finale gegen den FC Marbeck. Das 1:0 durch Silvana Portius (3.) hätte nicht besser rausgespielt werden können. Ein doppelter Doppelpass mit Lia Joline Karbe brachte Portius vor das Marbecker Tor. Eiskalt traf sie zur Führung.

Karbe war es, die mit dem 2:0 (7.) für die Vorentscheidung sorgte. Davor hielten die Marbeckerinnen das Finale einige Zeit lang spannend. Den Endstand erzielte wenige Sekunden vor dem Ende Kerstin Lechtenberg mit einem Treffer aus der Distanz.

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Bereits in der Gruppenphase dominierten die Westfalenliga-Fußballerinnen des SSV. In der Gruppe C gewannen sie mit 2:0 gegen Marbeck, mit 3:0 gegen Titania Erkenschwick − und der TSV Raesfeld konnte einem so richtig leid tun. Innerhalb der Spielzeit von zehn Minuten mussten sie zehn Gegentreffer hinnehmen. 10:0 lautete das Endergebnis. Der FC Marbeck erreichte den zweiten Platz. Titania Erkenschwick kam im Vergleich mit Gruppe B als besserer Gruppendritter ebenfalls in die Zwischenrunde.

In der Gruppe A setzte sich als Gruppensieger Landesligist Concordia Flaesheim durch. Als Gruppenzweiterkam die DJK Spvgg Herten weiter. Und weil in der Gruppe A fünf Mannschaften spielten, blieb auch der Gruppendritte FFC Recklinghausen II im Rennen. Die Gruppe B beherrschte A-Kreisligist SV Lembeck. Als Zweiter kam der SC Reken in die nächste Runde.

Drei starke Konkurrenten

„Wer mir am besten gefallen hat, waren Herten, Marbeck und Flaesheim“, sagte Rhades Trainer Bessler. Die Flaesheimerinnen erreichten jedoch nicht das Halbfinale. In der Zwischenrunde mussten sie Marbeck und Titania Erkenschwick den Vortritt lassen − aufgrund des schlechteren Torverältnisses. Alle Teams hatten sechs Punkte.

Die Zwischenrundengruppe B dominierte erneut der SSV. Sowohl Lembeck (4:0) als auch Herten (6:1) und Recklinghausen (1:0) ließ Rhade keine Chance. Ebenfalls durchsetzen konnte sich in der Zwischenrunde Herten.

Im Halbfinale behielten Marbeck gegen Herten (2:1) und Rhade gegen Titania Erkenschwick (5:0) die Oberhand. Herten krönte im kleinen Finale eine ebenfalls gute Turnierleistung mit dem dritten Platz (2:0 gegen Erkenschwick), während der SSV „endlich“ den Titel feiern konnte.

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