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Segelfliegen: Abheben in die luftige 2. Liga

DORSTEN Frühlingshafte Temperaturen und blauer Himmel über Dorsten: Klar, dass da die Segelflieger jede freie Minute nutzen, um von ihrem schicken Flugplatz vom Kanal zu starten und sich spannende Luftrennen mit anderen Fliegerfreunden liefern.

05.05.2009 / Lesedauer: 3 min
Segelfliegen: Abheben in die luftige 2. Liga

Ruhe, Freiheit, Segelfliegen.

Aber: Wie sieht so ein „Spieltag“ in dieser luftigen Liga aus? Im Prinzip ist die Sache durch das Internet und die GPS-Navigation möglich geworden.   „In den Segelflugzeugen befindet sich ein so genannter Logger. Dieses Gerät zeichnet den gesamten Flug und die dabei entstehenden Daten wie Flugstrecke, Höhe und Geschwindigkeit exakt auf. Eine spezielle Software macht es möglich, dass diese Daten dann im Online-Contest mit den Daten der Konkurrenz abgeglichen werden. Das Ganze wird in Punktzahlen umgerechnet. So ergeben sich die Platzierungen“, verrät Johannes Lüning vom LSV Dorsten. Klingt mäßig spektakulär – doch die Sache ist spannend. Denn im Grunde ist der Vergleich über die Region und über ganz Deutschland möglich. Das lässt natürlich Rückschlüsse über Wetterlagen und die Nutzung dieser schönen Tage zu. Natürlich spielt auch die eingesetzte Maschine eine Rolle.   „Es gibt eine Art Handicap-Index, der den Vorteil eines leistungsfähigeren Flugzeuges in die Berechnung einfließen lässt. In der Regel werden Dreiecksflüge unternommen“, erklärt Lüning weiter das Verfahren.

Das alles hört sich sehr nüchtern an und sagt natürlich nichts darüber aus, wie faszinierend es ist, über mehrere Stunden hinweg hunderte von Streckenkilometern im reinen Gleitflug zu bewältigen.   Vereinschef Jürgen Salamon schaffte gemeinsam mit dem Grandseigneur der Dorstener Segelflieger, Dieter Gertzmann, im Jahre 2007 in Namibia über 900 Kilometer im Dreieck und Wolfgang Hammer und Herbert Vogel knackten sogar die 1000-Kilometermarke in einem Hochleistungsdoppelsitzer. Von Dorsten aus liegt die Bestmarke bei knapp 800 Kilometern im Dreieck. Natürlich kommt neben dem Leistungssport auch nicht die Ausbildung im LSV Dorsten zu kurz. Diese Arbeit wird von ehrenamtlichen Fluglehrern erledigt. Um den Flugbetrieb so preiswert wie möglich zu gestalten und möglichst vielen Dorstenern einen Einblick in die Welt der Fliegerei zu ermöglichen, findet auch in diesem Jahr wieder der traditionelle Flugtag am 12. und 13. September statt.  

„Es werden wieder jede Menge Doppeldecker und andere historische Flugzeuge zu Gast sein. Das Programm der Airshow wird mit Höhepunkten der ganz besonderen Art gespickt sein. Wir arbeiten daran und können schon jetzt versprechen, dass es großartig wird“, verrät Vereinschef Jürgen Salamon. Der Himmel über Dorsten lebt.

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