Corona zwingt RV Lippe-Bruch zur Turnierabsage

dzReiten

Der RV Lippe-Bruch Gahlen gehört zum Pferdesportverband Rheinland. Doch seine Anlage steht in Dorsten und damit im Corona-Risiko-Kreis Recklinghausen. Daraus zog der Verein nun Konsequenzen.

Gahlen, Dorsten

, 13.10.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine schwere Entscheidung. Doch am Dienstag stand für die Verantwortlichen des Reitervereins Lippe-Bruch Gahlen fest: „Es geht nicht.“ Wegen der stark angestiegenen Covid-19-Zahlen sagt der Verein seine beiden für Oktober geplanten Turniere ab.

Das hat nur bedingt mit der „unglücklichen“ Lage der Lippe-Bruch-Reitanlage an der Nierleistraße in Dorsten-Östrich zu tun. Denn damit gehört sie zum Corona-Risiko-Gebiet des Kreises Recklinghausen. Dabei gehört der Verein selbst dem Pferdesportverband Rheinland an. „500 Meter weiter westlich, und wir hätten uns die Gedanken gar nicht machen müssen“, sagte Lippe-Bruch-Vorsitzende Christiana Rittmann am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion.

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Ponyfestival 2015 RV Lippe-Bruch Gahlen

Das Ponyfestival des RV Lippe-Bruch Gahlen lockte am Wochenende wieder Ponyreiter aus ganz Deutschland auf die Anlage an der Nierleistraße in Dorsten-Östrich.
18.10.2015
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© Joachim Lücke
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Doch das stimmt so wohl nicht ganz. Denn auch ohne die geographische Sonderlage ihrer Reithalle beschäftigte die Corona-Entwicklung die Vereinsverantwortlichen. In den letzten Tagen reifte bei ihnen deshalb der Entschluss, sowohl das Herbstturnier am 17./18. Oktober als auch das Ponyfestival am 24./25. Oktober abzusagen. „Unser Verantwortungsgefühl gegenüber den Reiterinnen und Reitern, Helferinnen und Helfern und allen anderen Beteiligten haben diese Entscheidung mitgeprägt“, heißt es in der Pressemitteilung des RV Lippe-Bruch.

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Besonders bitter sei die Absage des Herbstturniers, erklärte Christiane Rittmann: „Das war ja schon das Ersatzturnier für das ausgefallene Sommerturnier.“

Der Verein bleibt damit auf den Kosten für die Anmeldung und Veröffentlichung des Turniers sowie für das Erstellen der Ausschreibung sitzen. „Die Wertungsrichter werden dagegen immer erst bezahlt, wenn sie vor Ort waren“, sagte Christiane Rittmann: „Wir haben sie gefragt, ob sie Ersatzansprüche erheben wollen. Aber sie wissen auch, wie es in diesem Jahr um die Vereine bestellt ist. Ich glaube nicht, dass da etwas kommt.“

Gedanken machen sich die Gahlener nun natürlich auch um ihr großes Hallenspringturnier „Gahlen 21“, das für Anfang Januar geplant ist. „Natürlich beschäftigt uns das“, erklärte Rittmann auf Nachfrage. Einer für kommenden Dienstag angesetzten Pressekonferenz wollte sie aber nicht vorgreifen und sagte nur: „Das Turnier ist angemeldet und die Ausschreibung steht. Aber die Oktober-Turniere haben gezeigt, dass die Entwicklung zuweilen tagesform-abhängig ist.“

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Ob der RV Lippe-Bruch versuchen wird, die weggefallenen Einnahmen der Oktober-Turniere durch Ersatzveranstaltungen auszugleichen, ist noch offen. „Wir haben ja mit Late Entrys in diesem Jahr schon solche Veranstaltungen gehabt“, sagte Christiane Rittmann, „in diesem Winter sehe ich das aber erst einmal nicht bei uns. Da wären wir ja wieder in der Halle.“

Am meisten tun der Vereinsvorsitzenden bei der unschönen Lage die Reiter leid: „Für sie ist der Ausfall der Turniere wirklich blöd. Wir hatten viel Meldungen.“

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