Rutscht der SV Schermbeck jetzt noch weiter ab?

dzDer Spieltags-Kommentar

Was lief am Sonntag von der Ober- bis zur Kreisliga? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Sportredakteur Andreas Leistner fasst zusammen und kommentiert den aktuellen Spieltag.

Dorsten, Schermbeck, Raesfeld

, 06.10.2019, 23:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga Westfalen

Zwölf Punkte nach neun Spieltagen. Hochgerechnet liegt der SV Schermbeck damit nach wie vor auf Kurs. Und der heißt: 40 Punkte und Klassenerhalt. Nicht mehr und nicht weniger. Der starke Saisonstart mag bei manchem den Wunsch nach Höherem geweckt haben. Doch Trainer Thomas Falkowski hat recht, wenn er am Saisonziel festhält und den Blick eher nach unten als nach oben reichtet.

Acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge sind dabei noch ein beruhigendes Polster. Auch nach nun zwei Niederlagen in Folge besteht beim SVS kein Grund zur Panik. Verletzungen wie die von Bilal Özkara und Gökhan Turan steckt das Team aber nicht einfach so weg.

Landesliga 4

2:3 beim Spitzenreiter verloren. Dabei selbst arge Personalprobleme gehabt - das klingt auf den ersten Blick gar nicht so schlecht. De facto bleiben für den SV Dorsten-Hardt aber unterm Strich null Punkte und die Erkenntnis, dass die Mannschaft noch zu viele Fehler macht und den gegnern regelmäßig Tore auf dem Silbertablett kredenzt. Platz zwölf und ein mageres Pünktchen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sind die Folge. Trainer Martin Stroetzel hat weiterhin noch einige Arbeit vor sich, wenn die Hardter nicht auch in dieser Saison bis zum Ende zittern wollen.

Kreisliga A

Aus dem Zweikampf an der Spitze ist endgültig ein Dreikampf geworden. Die Arbeit und die Konzeption, die der SV Schermbeck in seine zweite Mannschaft steckt, trägt nach dem Aufstieg weitere Früchte. Der TuS Gahlen mag bei nur vier Punkten Rückstand noch an seine Chance glauben, Blau-Weiß Wulfen aus dem Niemandsland nach und nach nach vorne krabbeln - doch die Meisterschaft, sie wird zwischen Raesfeld, Ramsdorf und eben jenem SV Schermbeck entschieden.

Respekt verdient sich auch der SV Lembeck. Der Schnitt von Alt auf Jung erfolgte vielleicht ein Jahr früher als geplant. Doch die Youngster merken allmählich, dass sie in der Liga mithalten können. Wer aus einem 0:2 noch ein 3:2 macht, der nimmt das Selbstvertrauen daraus länger mit als nur ein paar Spiele.

Kreisliga B

Die traurigste Spielklasse aus heimischer Sicht. Der SSV Rhade steckt in der Krise und kann offenbar nicht mehr als Platz zwei, drei. Erle schlägt sich unbekümmerter und besser; ein Aufstieg käme für die Bülten-Elf aber zu früh, und wie es in der A-Liga weiterginge? Wer weiß?

In der Staffel 2 sieht es noch trister aus. Abgesehen davon, dass der TuS Sythen wohl ein einsames Rennen „fährt“, haben die heimischen Teams damit sowieso nichts mehr zu tun. Barkenberg spielt zu wechselhaft, genau wie die Zweitmannschaften aus Wulfen, Deuten, Gahlen oder von der Hardt. Und Hervest? Muss langsam die Kurve kriegen, wenn die Saison nicht zur totalen Pleite geraten soll.

Frauen-Westfalenliga

Aufsteiger zahlen manchmal Lehrgeld. So geschehen am Sonntag beim Spiel des SSV Rhade gegen den VfL Bochum II. Doch Weltuntergang ist deshalb im Sportpark Risthaus noch lange nicht. Es geht nur um den Klassenerhalt, und als Achter hat man den schließlich in der Tasche, oder? Deshalb gilt es, Ruhe zu bewahren. Doch Trainer Dirk Bessler und Obmann Dieter Müssner sind lange genug im Geschäft, um das auch den Spielerinnen zu vermitteln.

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