Im Westfalenpokal-Finale geht es um eine ganze Stange Geld

dzFussball

Wenn der SV Schermbeck und der RSV Meinerzhagen am Samstag zum Finale um den Westfalenpokal antreten, dann geht es dabei nicht nur um Ruhm und Ehre. Es geht auch um sehr viel Geld.

Schermbeck

, 20.08.2020, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

10.000 Euro hat der SV Schermbeck schon vor dem Finale um den Westfalenpokal sicher. Denn diese Summe zahlt der Fußball-, und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) dem Verlierer des Endspiels (Sa., 17.45 Uhr, Sportschule Kaiserau, Kamen) aus. Der Gewinner dagegen geht von Seiten des FLVW leer aus.

Auf den ersten Blick kurios. Doch der Pokalsieger kann sich trösten: Er steht mitnichten mit leeren Händen da. Denn er erhält sein Geld vom DFB. Der nämlich zahlt allen Teilnehmern der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals ein saftiges Antrittsgeld – im vergangenen Jahr 175.500 Euro.

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Er lohnt sich also, der Pokalsieg, auch wenn von dieser Summe noch einiges abgezogen werden müsse, wie Thorsten Schröder, 2. Vorsitzender des SV Schermbeck, am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion vorrechnete.

Da sind zunächst die 25 Prozent, die die beiden westfälischen Vertreter in der ersten DFB-Pokalrunde – neben dem Pokalsieger noch der Sieger des Entscheidungsspiels zwischen dem Meister der Oberliga und dem besten westfälischen Regionalligisten – in einen so genannten Solidartopf einzahlen. Aus ihm zahlt der FLVW den 64 Teilnehmern des Westfalenpokals bei ihrem Ausscheiden eine festgelegte Summe. 700 Euro nach Runde eins, 1200 nach Runde zwei, 1700 nach Runde drei, 2600 nach dem Viertelfinale, 5000 nach dem Halbfinale und 10.000 nach dem Finale.

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In diesem Jahr kommen so 85.600 Euro zusammen, finanziert aus den 2 x 45.000 Euro, die die beiden westfälischen DFB-Pokal-Teilnehmer in den Solidartopf zahlten.

Pi mal Daumen bleiben dem Pokalsieger also auch in diesem Jahr voraussichtlich rund 130.000 Euro Prämie. Erst einmal. Denn es gibt noch weitere „Abzüge“.

„In der ersten Runde des DFB-Pokals müsste der Heimverein das Schiedsrichter-Gespann bezahlen. Das sind schon mal rund 6000 Euro“, rechnet Thorsten Schröder vor. Dazu kämen noch circa 100 Delegierte des FLVW und DFB: „Die müssen beköstigt werden. Und zwar nicht mit ner Bratwurst.“ Neue Trikotsätze für die Mannschaft werden sowohl fürs Finale um den Westfalenpokal als auch für den DFB-Pokal fällig: „Weil die verschiedenen Sponsoren mit drauf müssen.“ Und schließlich müsse für ein passendes Stadion für eine DFB-Pokal-Partie mit Miete in kleiner fünfstelliger Höhe gerechnet werden.

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„Es bliebe also gar nicht so viel übrig“, meint Thorsten Schröder, „und außerdem haben wir genug Projekte vor der Brust, um unsere Infrastruktur zu verbessern. Da wäre das Geld schnell weg.“

Wäre. Denn erst einmal müsste es der SVS ja überhaupt gewinnen.

Entscheidungsspiel am 25. August

Das Entscheidungsspiel zwischen dem SC Wiedenbrück als Meister der Oberliga und dem SV Rödinghausen als bestem westfälischen Regionalligisten findet am 25. August (Dienstag) um 18.30 Uhr ebenfalls auf dem Platz der Sportschule Kaiserau in Kamen statt.

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