Ohne Torwart geht‘s für den SV Schermbeck nicht weiter

dzFußball

Bei Mitternachts-Cup in Herten war für den SV Schermbeck Endstation im Viertelfinale. Außerdem gibt es Neuigkeiten zu einem möglichen Wintertransfer.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 29.12.2019, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Viertelfinale hat es den SV Schermbeck erwischt. Nach dem 0:3 gegen den TuS Sinsen war für den Fußball-Oberligisten der Mitternachts-Cup in der Hertener Gesamtschulhalle beendet. Ohne Torwart ging‘s nicht weiter. Doch der SVS hatte Glück im Unglück.

Schermbecks Trainer Thomas Falkowski verpasste wegen seines Urlaubs die Veranstaltung. Und auch für den Rest der Mannschaft war das Turnier der DJK SpVgg. Herten eine freiwillige Veranstaltung. So gönnten sich am Samstagabend etliche Spieler eine Pause. SVS-Co-Trainer Vehbija Hodzic betreute eine Mischung aus erster und zweiter Mannschaft.

Unnötige Niederlage zum Beginn setzte SVS unter Druck

Die tat sich im Auftaktspiel gegen den Herner Landesligisten SV Sodingen mehr als schwer. Gökhan Turan brachte den SVS in Front. Dominik Hanemann erzielte nach dem Ausgleich die erneute Führung. „Am Ende haben wir uns dumm angestellt und zwei Gegentore zugelassen“, fand Hodzic einen Grund für die 2:3-Niederlage.

Auch im zweiten Gruppenspiel stand dem SVS ein Landesligist gegenüber. Die Schermbecker machten es nun deutlicher. Henning Paul Jacoby, Dominik Hannemann und Lukas Steinrötter sorgten für einen klaren 3:0-Erfolg.

Schrecksekunde für Schermbecks Torwart

Nun brauchten die Schermbecker noch einen weiteren Sieg, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Gegen den Landesligisten BW Westfalia Langenbochum trafen Henning Paul Jacoby und Dominik Hanemann zum 2:0, bevor Langenbochum der Anschlusstreffer gelang.

Torwart Cedric Drobe ging während des Spiels aus dem Kasten, weil er Schmerzen im Oberschenkel verspürte. Für ihn ging Kevin Mule-Ewald zwischen die Pfosten, und der Verteidiger zeigte einige gute Reaktionen.

Ohne Torwart geht‘s für den SV Schermbeck nicht weiter

Der Dorstener und TuS Haltern-Kapitän Lukas Diericks (v./2.v.r.) gewann mit seinem Team das Turnier. © Olaf Krimpmann

Zu Beginn des Viertelfinales gegen den Westfalenligisten versuchte es Drobe noch einmal, verließ aber schon nach kurzer Zeit wieder das Spielfeld. Seinem Co-Trainer blieb kaum eine andere Wahl, als ihn auszuwechseln: „Das sah alles noch nicht so schlimm aus. Doch wenn sich Cedric einen Muskelfaserriss zugezogen hätte, wäre das schlimm gewesen. Dann hätten wir nur noch einen A-Liga-Torwart für die Oberliga.“ Die Schermbecker zeigten kein schlechtes Spiel, nach dem 0:2 ließ aber die Motivation nach, sodass die Marler zum dritten Treffer kamen.

So hatten die Schermbecker noch Gelegenheit, die tolle Atmosphäre in der Rosa-Parks-Halle zu genießen. Das Turnier gewann der Regionalligist TuS Haltern, der im Endspiel den Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel mit 2:1 bezwang.

Herne besteht auf Ablöse

In der Personalie Michael Smykacz hat es bislang noch keine Einigung gegeben. Die Herner wollen, wie berichtet, für ihren Torjäger noch eine stattliche Ablösesumme bekommen. Spieler und Verein sind sich schon einig, sagt der sportliche Leiter Cem Kara: „Ohne Herner Zustimmung ist aber kein Wechsel möglich, da die Westfalia trotz Insolvenz und fehlender Zahlungen an den Spieler noch weiter am Spielbetrieb teilnimmt.“

Diese Einstellung verwundert Kara: „Wenn Smykacz in Herne bleibt, steht er dort noch weiter auf der Gehaltsliste. Ich bin gespannt, was der Insolvenzverwalter dazu sagt.“ Kara ist aber optimistisch, dass es bis zum Start nach der Winterpause eine Lösung geben wird.

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