Nur 14 Feldspieler stehen zur Verfügung: den SV Hardt plagen große Personalsorgen

dzFußball

Fußball-Landesligist SV Hardt und Trainer Martin Stroetzel sind weiter auf der Suche nach Neuzugängen. Spieler Benedikt Jansen bereitet die Personallage Sorgen.

von Niklas Berkel

Hardt

, 27.07.2019, 05:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen Umbruch kündigte der Fußball-Landesligist SV Hardt bereits an. Dass er aber so groß ausfallen würde, damit rechneten nicht mal Trainer und Spieler selbst. Einige Spieler mit denen die Hardter planten, sagten doch noch im Nachhinein ab. Mitten in der Vorbereitung stehen dem Hardter Trainer Martin Stroetzel gerade einmal 14 Feldspieler neben drei Torhütern zur Verfügung. "Wir sind noch auf der Suche nach weiteren Neuzugängen. Bis Anfang August haben wir noch Zeit", sagt Stroetzel. Aber klar ist auch: Die Hardt muss sich Alternativen suchen, um durch die Saison zu kommen.

"Generell sind 14 Spieler zu wenig."
Benedikt Jansen, Spieler beim SV Hardt

"Generell sind 14 Spieler zu wenig", sagt Spieler Benedikt Jansen. Schon bei den Testspielen gehen die Hardter auf dem Zahnfleisch. "Wir spielen mit zwölf Feldspielern, viele müssen direkt am Anfang der Vorbereitung durchspielen. Das tut natürlich weh", sagt Jansen. Abhilfe sollen die A-Jugendlichen und einige Spieler aus der Reserve schaffen. "Ich habe schon mit denen gesprochen", sagt Trainer Stroetzel, "da werden wir uns bedienen."

Qualitätsunterschied könnte zu groß sein

Der Trainer weiß aber auch: "Weiterhelfen können die uns nicht sofort." Vielmehr sollen sie soweit rangeführt werden, dass sie im Ernstfall zur Verfügung stehen. Ob er da nicht Angst habe, dass der Qualitätsunterschied trotzdem zu groß sein könnte? "Nein, gar nicht", erklärt Stoetzel. Mit Niklas Scheuch hat die Hardt bereits vor der Vorbereitung einen Spieler aus der Reserve hochgezogen. "Der macht einen guten Eindruck", sagt der Trainer. "Er kann es schaffen." Wobei der erfahrene Stoetzel auch hinzufügt, dass es immer darauf ankomme, wie sehr ein Spieler durchziehe.

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Beim SV Schermbeck hat Stoetzel immer wieder Spieler aus der Reserve in den Oberliga-Kader geholt. "Die, die durchgezogen haben, haben sich zu gestandenen Oberliga-Spielern entwickelt", sagt er. Dasselbe traut er auch Spielern aus der Hardter Reserve und den A-Jugendlichen zu.

Nur drei Abwehrspieler derzeit

Benedikt Jansen hat da ein paar mehr Bedenken. "Wir haben derzeit nur drei Abwehrspieler und keinen gelernten Linksverteidiger." Der Hardter Vorstand gab vor ein paar Wochen das mittelfristige Ziel aus, bald wieder um den Aufstieg in die Westfalenliga mitzuspielen. "Das finde ich angesicht unserer derzeitigen Situation vermessen", sagt Jansen. Derzeit schätzt der Mittelfeldspieler gar den Kader von Landesliga-Aufsteiger RW Deuten qualitativ stärker ein. "Vor allem, weil sie breiter aufgestellt sind." Auf die Hardt, in den vergangenen Jahre oft unten dabei in der Landesliga, könnte eine weitere spannende Saison warten.

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