Michael Seibert freut sich auf Peking

DORSTEN Zweieinhalb Monate Jet-Lag in einem Jahr sind kein Pappenstiel. Michael Seibert will sich aber nicht beschweren, schließlich gibt es schlimmere Dinge als fünf Mal im Jahr als Kanu-Trainer nach Peking zu reisen.

25.07.2008, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er hat mit beiden Kanuten schon in Peking trainiert und hält die Strecke für sehr schwer: „Die Bahn ist zwar nicht besonders schnell, aber die Wellen und Wasserwalzen sind problematisch. Eigentlich muss man von jeder den Vornamen kennen, um da ordentlich durchzukommen.“ Die Diskussionen um einen Olympia-Boykott haben Seibert wenig interessiert: „In China ist beispielsweise Audi die beliebteste Automarke. Wenn aber selbst die Industrie nichts zu den Zuständen sagt, können Sportler auch nichts ändern.“ Die Umweltbelastungen in China hat er durchaus wahrgenommen: „Auch wenn ich selber immer Luft bekommen habe, ist die Dunstglocke unübersehbar. Beim letzten Trainingslager haben wir sieben Tage die Sonne nur durch einen Schleier gesehen.“ Seibert freut sich schon auf die Eröffnungsfeier, an der er teilnehmen darf, da die Wildwasser-Wettbewerbe erst am 11. August beginnen. Das sei zwar anstrengend, aber immer wieder eindrucksvoll. Er genießt auch immer wieder, die Atmosphäre im Olympischen Dorf, und die Gelegenheit, Sportler aus aller Welt kennen zu lernen. Natürlich wird er auch andere Wettkämpfe besuchen. Am meisten freut er sich auf das Handball-Turnier. Dabei ist es ein Vorteil für Seibert, dass er Trainer der Niederlande ist: „Wenn die Holländer nach zwei Karten für ein deutsches Handballspiel fragen, bekommen sie immer eine Karte, da die Tickets proportional verteilt werden.“

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