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Im Deutschland-Achter sitzt nach 23 Jahren wieder ein Dorstener

dzRudern

Eine Überraschung war es nicht mehr, etwas Besonderes sehr wohl. Mit Christopher Reinhardt sitzt erstmals seit 23 Jahren wieder ein Dorstener im Deutschland-Achter.

Dorsten

, 23.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Thorsten Streppelhoff war der letzte Dorstener Ruderer, der im Deutschland-Achter einen internationalen Wettbewerb bestritt. Streppelhoff gewann Silber bei den Olympischen Spielen von Atlanta. Das war 1996. Danach dauerte es 23 Jahre, bis wieder ein Dorstener im Flaggschiff des Deutschen Ruder-Verbandes (DVR) Platz nahm, und der war 1996 noch nicht einmal geboren: Christopher Reinhardt.

Lob vom Bundestrainer

Bei der offiziellen Vorstellung des Achters am Donnerstag in Dortmund war Bundestrainer Uwe Bender voll des Lobes über den 21-jährigen Dorstener: „Chris ist ein riesiges Talent. Für seine Stärke spricht, dass er bereits 2017 als U23-Ruderer im A-Bereich bei der Weltmeisterschaft im Vierer ohne Steuermann in den Endlauf gekommen ist. Er bringt viel Physis mit ins Boot und hilft uns, mehr PS auf die Straße zu bringen.“

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Christopher Reinhardt sitzt im Deutschland-Achter

Reinhardt selbst freute sich: „Für mich ist die Berufung etwas ganz Besonderes, nachdem ich verletzungsbedingt 2018 ja keine einzige internationale Regatta gefahren bin. Umso überraschender ist es, das es nach meiner Rückkehr aufs Wasser ab August so schnell wieder so gut geklappt hat. Damit habe ich nicht gerechnet.“

Der Dorstener glaubt aber zu wissen, wo die Gründe liegen: „Ich habe mir nach der Operation beider Knie die nötige Zeit genommen. Es war eine schwierige Zeit für mich, und ich habe mir auch Hilfe geholt. Ich habe festgestellt, dass das Leben ohne Rudern auch schön ist, aber mit Rudern eben noch schöner. Ich bin total glücklich, im Achter zu sitzen, und extrem motiviert, meinen Platz in Richtung Olympia 2020 in Tokio auch zu behalten. Dazu gehört aber auch immer etwas Glück – und die nötige Gesundheit.“

Besonders freut Reinhardt, dass er den Sprung in den Deutschland-Achter zusammen mit Laurits Follert geschafft hat: „Ich verstehe mich super mit Laurits. Wir sind damals gemeinsam in den U23-Bereich aufgerückt, haben dort schon einen guten Zweier gefahren. Und jetzt rücken wir gemeinsam in den A-Kader auf.“ Und wollen auch dort weiter für Furore sorgen.

Die EM wird der erste Härtetest

Erste Bewährungsprobe wird die Europameisterschaft vom 30. Mai bis zum 2. Juni in Luzern, Schweiz, wo der Deutschland-Achter als Titelverteidiger antritt. Großes Saisonziel aber ist der Titel-Hattrick bei den Weltmeisterschaften vom 25. August bis zum 1. September in Österreich. Dort geht es dann auch um die Tickets für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Doch es geht auch um die Fortsetzung einer Dorstener Tradition. Dirk Balster, Wolfgang Klapheck und Thorsten Streppelhoff heißen die bisherigen Dorstener Weltmeister im Achter. Christopher Reinhardt möchte der nächste werden.

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