Bei der Stadtmeisterschaft muss der Champion einen Kaltstart hinlegen

dzFussball

Ausrichter und Titelverteidiger greifen bei der Dorstener Stadtmeisterschaft erst am Sonntag ein. Ob dieser „Kaltstart“ ein Nachteil ist? Die Antwort müssen Altendorf und Deuten geben.

Dorsten

, 09.01.2020, 21:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Titelverteidiger SV Altendorf-Ulfkotte und Ausrichter Rot-Weiß Deuten können sich das Turniergeschehen am Samstag in aller Ruhe anschauen. Sie greifen erst bei der Endrunde am Sonntag ins Geschehen ein.

SV Altendorf-Ulfkotte

Trainer Thomas Kreuz hat die Chancen seiner Mannschaft im vergangenen Jahr ähnlich eingeschätzt wie wohl alle anderen auch: Er fuhr wie immer zu Jahresbeginn in Urlaub und kehrte erst am Abend des historischen Triumphs zurück. Auf dem Heimflug war er allerdings ständig auf dem Laufenden gewesen, und zuhause stieg die Mannschaftsparty des frisch gebackenen Stadtmeisters selbstverständlich im Haus des Trainers.

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Das würde Kreuz in diesem Jahr natürlich gerne wiederholen, und seinen Teil hat er dazu bereits erfüllt – er ist wieder bis Sonntagabend im Urlaub. Den Rest muss die Mannschaft machen.

Doch die hat natürlich ein Problem: Den Gefallen des vergangenen Jahres, sie vielleicht doch ein wenig auf die leichte Schulter zu nehmen, wird den Altendorfern keiner mehr nehmen. Gleich im ersten Spiel kommt es aller Voraussicht nach zudem zur Final-Revanche gegen den SV Schermbeck. Thomas Kreuz weiß: „Das ist eine enorm schwere Gruppe. Wir werden versuchen, uns so teuer wie möglich zu verkaufen. Aber die Sensation des letzten Jahres, die hat es einmal gegeben, und dann ist es auch für die nächsten 100 Jahre wieder gut.“

SV Rot-Weiß Deuten

Nein, ein großer Freund des Hallenfußballs ist Deutens Trainer Frank Frye nicht. Nicht mehr. „Früher wurde der Hallenfußball mehr zelebriert“, findet Frye. Der Wechsel zu den Futsalregeln bedeute zwar eine Verbesserung: „Da wurde wenigstens die ewige Grätscherei beendet.“ Doch was er zuletzt über Stadtmeisterschaften in Dortmund, Gelsenkirchen oder Herten gelesen habe, habe seine Vorbehalte gegen den Kick unterm Hallendach erneut bestätigt: „Rote Karten, Ausschreitungen, Verletzungen.“ Klar, dass das einem Trainer nicht gefällt.

Die Dorstener Titelkämpfe geht Frank Frye dennoch professionell an: „Wir sind Ausrichter. Da wollen wir uns natürlich nicht nur organisatorisch, sondern auch sportlich gut präsentieren.“

An der Motivation seiner Spieler soll das nicht scheitern: „Da sind viele dabei, die sehr gerne in der Halle kicken.“ In den vergangenen Jahren gehörten die Rot-Weißen auch immer zu den Teams, die um den Titel mitspielten. 2016 holten sie sogar den Titel – in der Gesamtschul-Halle. 2019 war im Halbfinale Schluss. Gegen den SV Altendorf.

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