Nach der Hallenstadtmeisterschaft gibt es auch Redebedarf

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Das Fazit der Hallenstadtmeisterschaft 2020 fällt bei fast allen Beteiligten positiv aus. Nur die Roten Karten und der fliegende Torwart sorgen noch für Diskussionen.

Dorsten

, 13.01.2020, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stefan Langenberg hatte am Sonntagabend allen Grund, zufrieden zu sein. Nicht nur, weil er 1. Kassierer des Ausrichters Rot-Weiß Deuten ist und allein am Finaltag 900 Menschen in die Sporthalle der Gesamtschule Wulfen gekommen waren, um zu sehen, wer neuer Stadtmeister wird. Das Turnier hatte organisatorisch in keiner Hinsicht Wünsche offen gelassen.

„Wir haben uns am Sonntagabend nach dem Aufräumen noch im Vereinsheim zusammengesetzt und waren uns einig, dass das eine sehr gelungene Veranstaltung war“, berichtete Langenberg am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion.

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Dorstener Hallenstadtmeisterschaft 2020

Die Entscheidung für die Gesamtschulhalle hatte sich aus Sicht der Deutener ausgezahlt. „Hier haben wir beim Verkauf einfach mehr Platz“, sagte Stefan Langenberg. Und diesen Platz brauchten die Deutener fast schon allein für ihre Helfer, die hinter der Verkaufstheke quasi Schulter an Schulter standen. „Das waren tatsächlich fast schon ein bisschen viele“, musste auch der Deutener Kassierer ein wenig schmunzeln.

Zwei Blau-Weiße sahen Rot

Nicht zum Schmunzeln zumute war Wulfens Trainer Daniel Schikora. Mit Sam Melenberg und Pascal Czapka sahen gleich zwei seiner Spieler am Wochenende die Rote Karte. Melenbergs Strafmaß steht bereits fest: Für seinen Rempler gegen Holsterhausens Jannis Schütter erhielt er vier Wochen Sperre.

Teamkollege Czapka muss dagegen noch warten. Die Turnierunterlagen waren am Montag noch nicht beim zuständigen Staffelleiter Franz-Josef Humme angekommen. Er rechnet damit, am Dienstag oder Mittwoch mehr sagen zu können.

Trainer Daniel Schikora bewertet die beiden Fälle durchaus unterschiedlich: „Sam hat eine Tätlichkeit begangen. Klare Rote Karte. Aber bei Pascal hätte ich mir gerade in den letzten Spielsekunden mehr Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter gewünscht.“

Uneins sind sich beteiligte Trainer und Funktionäre auch bei der Regelfrage des „fliegenden Torwarts“. Schermbecks Trainer Thomas Falkowski sieht die taktischen Vorteile, die das Überzahlspiel einer Mannschaft bietet, und hat diese Spielweise mit seinen Akteuren effektiv angewendet.

Fachwart Thomas Fries vom Stadtsportverband hat hingegen durchaus Kritik gehört: „Es haben mich mehrere Leute darauf angesprochen, dass das Spiel dadurch an Attraktivität verliert.“ Als Fachwart könne er aber nicht eigenmächtig die Regeln ändern: „Das können wir bei der nächsten Fachschaftssitzung diskutieren. Aber das sind geltende Regeln des Westfälischen Verbandes, die kann ich nicht alleine ändern. Vielleicht muss das auch mal auf Kreisebene besprochen werden.“

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